Bach-Hommage mit prächtigem Klang beschert Publikum in der Lienzinger Frauenkirche ein eindrucksvolles Hörerlebnis

Die sueddeutschen kammersinfonie bietigheim unter der Leitung von Peter Wallinger spielt mit den Solisten Ursula Schoch (links) und Tjeerd Top (rechts).
Foto: privat

Mühlacker-Lienzingen. Auch die dritte Sonntags-Matinee der Klassikreihe „Musikalischer Sommer“ im spätgotischen Ambiente der Lienzinger Frauenkirche – gestaltet von der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim unter der Leitung von Peter Wallinger – war bereits nach kurzer Zeit ausverkauft, sodass ein Zusatzkonzert am Samstagabend angesetzt wurde.

Drei große Solokonzerte von Johann Sebastian Bach mit den Solisten Ursula Schoch und Tjeerd Top – beide sind Konzertmeister im Concertgebouw-Orchester Amsterdam – sowie dem aus Argentinien stammenden Cembalisten Ricardo Magnus bescherten dem Publikum ein eindrucksvolles Hörerlebnis live unter dem Dach der altehrwürdigen Frauenkirche.

Eingebettet in die dreifache Hommage an den Leipziger Thomaskantor, die das Violinkonzert E-Dur BWV 1042, das Cembalokonzert f-Moll BWV 1056 und das Doppelkonzert d-Moll für zwei Soloviolinen BWV 1043 umfasste, erklang in klangvoller, erhabener Streicherpracht das Adagio Ges-Dur aus dem Streichquintett von Bruckner in einer Fassung für Kammerorchester.

Weiträumig gruppierte sich das Publikum um die Musiker im Zentrum des Kirchenraumes, was sich erneut als klangideale Entdeckung erwies. Das höchst differenzierte, großartige Spiel der Solisten war von allen Seiten des lichtdurchfluteten Raumes bestens hörbar und wurde in dieser besonderen Zeit mit großer Dankbarkeit und viel Beifall quittiert.

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