13.05.2026, Mühlacker Tagblatt
Wenn die Klarinette zu singen beginnt
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Das Frühjahrskonzert der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim unter Peter Wallinger bringt eine Wiederbegegnung mit Sebastian Manz.

Mühlacker. Wie unterscheiden sich gute und exzellente Klarinettisten? Gute beherrschen ihr Instrument, spielen alle Töne richtig und verfügen über einen runden Ton. Exzellente hingegen lassen die Klarinette sprechen und singen und formen den Klang – je nach Stil, Raum, Ensemble und beabsichtigter Wirkung; der Ton bleibt in allen Lagen und Registern über vier Oktaven hinweg stabil und kraftvoll. Bei Spitzenklarinettisten wirkt die Luft fast „endlos“; Phrasen besitzen Richtung, Spannung und zugleich Ruhe.
Man hört nicht nur einzelne Töne, sondern den Atem selbst als musikalische Energie. Spontan denkt man an Sabine Meyer in der Kunstmusik, an Benny Goodman im Jazz oder an Giora Feidman im Klezmer. In diese prominente Reihe darf man mit Fug und Recht auch den jungen Ausnahmeklarinettisten Sebastian Manz aufnehmen, der im Raum Mühlacker bereits mehrfach zu hören war – im Juni 2025 bei den Maulbronner Klosterkonzerten mit dem Programm „Quasi Cool“ sowie gemeinsam mit der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim unter der Leitung von Peter Wallinger (2017 mit Mozarts Klarinettenkonzert, 2022 beim Neujahrskonzert mit Werken für Soloklarinette von Weber und Piazzolla sowie beim Adventskonzert 2022 mit Werken von Mozart und Haydn).
Der 1986 in Hannover geborene Manz war am Samstagabend erneut zu Gast im Uhlandbau. Im Rahmen des Frühjahrskonzerts von „Mühlacker Concerto“ spielte er mit der Süddeutschen Kammersinfonie unter Peter Wallinger am Pult zwei eher selten zu hörende Werke für Soloklarinette: Gottfried Hendrik Manns (1858 bis 1904) „Klarinettenkonzert c-moll opus 90“ sowie Heinrich Joseph Baermanns (1784 bis 1847) „Adagio Des-Dur“. Von Nervosität keine Spur. Was für ein beseeltes, leichtes Spiel!
Manz trifft den opernhaft-dramatischen Ton des Mann-Konzerts, das er übrigens auf CD eingespielt hat, mit dem Instinkt eines Vollprofis. Mühelos meistert er die starken Registerunterschiede des Rohrblattinstruments von der Tiefe über die Mittellage bis in die höchste Höhe, integriert sie musikalisch und nutzt sie als klangliche Farbe. Wunderbar die sanglichen Linien, beeindruckend leise die Tongebung in der höchsten Lage. Ein kontrolliertes Pianissimo mit perfekter Intonation im Flageolett-Bereich gehört zur höchsten Kunst, die ein Klarinettist erreichen kann.
Im Dialog mit dem voll besetzten Orchesterapparat bleibt es nicht Wallinger allein, der die rhythmische Autorität wahrt; Manz versteht es, Spannung vor und hinter dem Puls zu formen, ohne je instabil zu wirken. Technik wird gleichsam unsichtbar und dient nur noch der – leider viel zu selten aufgeführten – Werke. In den Kadenzen zeigt sich Manz‘ Gespür für musikalische Proportionen und Linienführung.
Den einladenden Gesten des Orchesters im Finale „Tempo di Polacca“ folgt der Klarinettist nur zu gern und „setzt“ sich gleichsam auf das Orchestertutti. In leiseren Passagen entstehen jene glückseligen Momente, in denen Orchesterpartitur und Solostimme zu einem großen Ganzen verschmelzen – Augenblicke, in denen die Zeit stillzustehen scheint.
Das Adagio des mit Weber und Mendelssohn befreundeten Baermann erinnert an vielen Stellen an den langsamen Satz aus Mozarts Klarinettenkonzert, ist ebenso sanglich und einschmeichelnd. Auch in diesem Kabinettstückchen stellt Manz technische Perfektion und agogische Naturbegabung ganz in den Dienst des musikalischen Ausdrucks.
Eingerahmt wurden die Solowerke von der durch Holz- und Blechbläser verstärkten Kammersinfonie mit Franz Schuberts (1797 bis 1828) Rosamunde-Ballettmusik Nummer 2 sowie Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nummer 4 A-Dur, der „Italienischen“. Federleicht-tänzerisch erklingt der Schubert, fröhlich-optimistisch der Mendelssohn. Tadellos das Zusammenspiel des hochambitionierten Streicherapparats, kleinere Abstriche hinsichtlich Intonation und Präzision bei den Bläsern, feinsinniges und erfahrenes Dirigat Peter Wallingers, des Spiritus Rector der Reihe „MühlackerConcerto“ – das Publikum im fast voll besetzten Saal des Uhlandbaus dankt es mit herzlichem Applaus. So wunderbare Musik in einer derart feingeistigen Ausführung zu hören, ist Geschenk und Genuss für alle Sinne. Der Sommer kann kommen!
Autor: Dietmar Bastian
weniger12.05.2026, Ludwigsburger Kreiszeitung
Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim und Sebastian Manz mit frappierender Leichtigkeit
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„Facetten der Romantik“ bot das Frühjahrskonzert der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim mit Sebastian Manz. Im Mittelpunkt stand eine romantische Rarität.
11.05.2026, Pforzheimer Zeitung
Musikalische Rarität exzellent interpretiert
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Sebastian Manz zu Gast beim „MühlackerConcerto“ im Uhlandbau

Mühlacker. Man kann die Aufführung beim Frühjahrskonzert der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim im Mühlacker Uhlandbau als Entdeckung, als Ausgrabung oder Rarität bezeichnen. Jedenfalls war sie eine Besonderheit, auch weil der renommierte Solist Sebastian Manz und das Orchester mit Leidenschaft und Hingabe musizierten, ja für dieses Konzert im Rahmen der Reihe „MühlackerConcerto“ regelrecht brannten.
Mitreißend interpretiert
Die Rede ist vom Klarinettenkonzert c-Moll (op. 90) des niederländischen Komponisten und Dirigenten Gottfried Hendrik Mann (1858-1909), eines Spätromantikers, dessen hierzulande wenig bekanntes Werk Manz auch auf CD eingespielt hat und auf der Mühlacker Konzertbühne nicht nur mitreißend interpretierte, sondern auch wortreich propagierte: Man müsse dieser Komposition zum Durchbruch verhelfen, weil sie wunderschön und in eine Reihe mit berühmten Klarinettenkonzerten zu stellen sei – sagte einer, den die Musikfreunde aus exzellenten Wiedergaben und Schallplattenaufnahmen der Meisterwerke von Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Maria von Weber kennen.

Also zur Sache. Im orchestral dramatisch einsetzenden ersten Satz „Allegro energico“ kam die Soloklarinette triumphal zu Wort, mit sonor-samtigen Tiefen und strahlenden Höhen, mit virtuosem Laufwerk, akzentuierten Spitzentönen und sanglich leuchtenden Linien, deren Melodie-Schönheiten an Weber erinnerten.
Den zweiten Satz, einem auch vom Orchester breit ausgezogenen Andante, bestimmte lyrisch zarte Melancholie in langen Haltetönen, was beim Zuhören zum Träumen anregte und von seiner Struktur her – ohne zu imitieren – mit Mozarts A-Dur-Klarinettenkonzert vergleichbar wäre. Das temperamentvoll wiedergegebene Finale mündete feurig elegant im „Tempo di Polacca“ in wuchtig auftrumpfende Schlussakkorde ein.
Enthusiastisch gefeiert
Sinnfällig umrahmten weitere Musikwerke den vom Publikum enthusiastisch gefeierten Konzerthöhepunkt. Da gab es aus Franz Schuberts „Rosamunde“ die Ballettmusik G-Dur (D 797, Nr.9) mit fein ausgearbeiteten Tanzrhythmen und dynamischen Lautstärke- und Tempo-Sprüngen.
Außerdem eine klangmächtige Interpretation der „Italienischen Sinfonie“ (op. 90) von Mendelssohn-Bartholdy, wobei das Orchester unter Peter Wallingers professioneller Leitung seine Klasse unter Beweis stellen konnte. Sowie nochmals mit Sebastian Manz das „Adagio Des-Dur“ für Klarinette und Orchester von Heinrich Joseph Baermann (1784-1897) mit leisen, sinnlich-schwelgerischen Klarinetten-Passagen.
Solcher Konzertgenuss beflügelt ein Frühlings-Wochenende.
Autor: Eckehard Uhlig
weniger13.01.2026, Pforzheimer Zeitung
Musikalische Eleganz und große Gefühle
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Besinnliches Matinee-Konzert der sueddeutschen kammersinfonie im Uhlandbau

Mühlacker. Ein glanzvoller Höhepunkt begeisterte beim Neujahrskonzert von Peter Wallingers sueddeutscher kammersinfonie im Mühlacker Uhlandbau die Zuhörer: Ohne Imponiergehabe, aber mit wunderbarer Klarheit und unprätentiöser Virtuosität musizierte die junge Geigerin Maryana Osipova und präsentierte Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert d-Moll mit schlankem Ton geradezu freudig beschwingt. Das Frühwerk des dreizehnjährigen Wunderknaben leuchtete im Kopfsatz mit einem rhythmischen Motiv, das an Johann Sebastian Bach erinnerte, berührte im Andante mit dem lyrischen Zauber getragener Violin-Soli und mündete tänzerisch rasant in das finale Allegro ein. Das Orchester begleitete unter Wallingers Leitung mit kammermusikalisch federnder Agilität.
Erstaunlich, wie es dem Veranstalter der Mühlacker „Concerto“-Reihe Peter Wallinger immer wieder gelingt, Künstlerpersönlichkeiten von Format zu engagieren. Neben der mehrfachen Wettbewerbs-Preisträgerin Osipova konnte auch die Sopranistin Juliane Brittain brillieren. Ihre Interpretation von vier Liedern aus Franz Schuberts Zyklus „Die Winterreise“ (in einer Bearbeitung für Streichinstrumente von Simon Wallinger) ließ in unaufdringlicher Symbiose von Orchester und Singstimme mit elegisch-wehmütigem Tonfall und weich gebundenem Legato die ergreifende Dunkelheit dieser Musik und Verse von Wilhelm Müller aufscheinen. Zugleich schmerzlich und fröhlich verspielt drehte sich „Die Wetterfahne“ im Wind. „Gefrorene Tränen“ gestalteten im Gesang den Kontrast von eiskaltem Morgentau und heiß zerschmelzendem Winter-Eis. Das Lied „Frühlingstraum“ schwelgte in bunten Blumen. Ein musikalisch-sanglicher Drehwurm umkreiste mit dunklem Leitmotiv in den Streicherbässen schlussendlich den düsteren „Leiermann“.

Und da war noch ein dritter Künstler von Rang an der „musikalisch-literarischen Winterreise“ – so das Konzertmotto – mit Beiträgen beteiligt. Der Schauspieler Frank Albrecht sorgte in der sonntäglichen Matinee mit sinnfälligen Moderationen zu den „Winterreise“-Texten für eine feine Balance von „Schwere und Leichtigkeit, Krise und Hoffnung“. Seine Rezitation des Hermann Hesse-Gedichtes „Stufen“ gipfelte in der letzten Verszeile als Therapeutikum: „Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde“.
Tänze und Romanzen
Kurze Konzertstücke fügten sich gefällig in die Programm-Vielfalt. Zwei muntere „Deutsche Tänze“ (aus D 90) von Schubert leiteten das Neujahrskonzert ein. Auch die Romanze C-Dur (op. 42) von Jean Sibelius, einem Komponisten, für den Wallinger ein Faible besitzt, durfte nicht fehlen. Und Peter Tschaikowskys „Barkaole“ aus dessen „Jahreszeiten“ (op. 37a) mit dem Wellenschlag eines venezianischen Gondel-Liedes sowie Antonio Vivaldis „Winter“ als Zugabe würdigten die Jahreszeit.
Mit Freude und herzlichem Applaus dankte das Publikum im voll besetzten Uhlandbau-Saal für den besinnlichen Start ins neue Jahr.
Autor: Eckehard Uhlig
weniger12.01.2026, Vaihinger Kreiszeitung
Musikalisch-literarische Winterreise im Uhlandbau in Mühlacker
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Die Sueddeutsche Kammersinfonie Bietigheim unter der Leitung von Dirigent Peter Wallinger begeistert das Publikum im Uhlandbau Mühlacker mit einer gefühlvollen Darbietung. Durch den Abend führt Schauspieler Frank Albrecht.

Mühlacker. Gut besucht gewesen ist am Sonntag die Matinee im Mühlacker Uhlandbau. Dirigent Peter Wallinger und seine Sueddeutsche Kammersinfonie Bietigheim hatten zu einer „musikalisch-literarischen Winterreise“ eingeladen.
12.01.2026, Ludwigsburger Kreiszeitung
Vom tanzenden zum wandernden Schubert
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der SKB unter der Leitung von Peter Wallinger. Foto: Christiane Kunz
„Eine musikalisch-literarische Winterreise“ boten die Neujahrskonzerte von Peter Wallinger mit der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim am Wochenende. Maryana Osipova glänzte als Solistin in Mendelssohn Bartholdys „Violinkonzert d-Moll“.
13.01.2026, Mühlacker Tagblatt
Winterklänge voller Farben und Emotionen
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Die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim eröffnet das Jahr mit einem Neujahrskonzert voller musikalischer Wärme und feiner Kontraste. Solistinnen setzen mit Ausdruckskraft und stilistischer Klarheit besondere Akzente und begeistern das Publikum im Uhlandbau.

Mühlacker. Vor etwa 150 Besucherinnen und Besuchern hat am Sonntagvormittag die Süddeutsche Kammersinfonie unter der Leitung von Peter Wallinger im Uhlandbau ein Neujahrskonzert gestaltet, das seinem Anspruch voll gerecht wurde.
Von Beginn an überzeugten Orchester und Solistinnen gleichermaßen. Das Ensemble präsentierte sich in bestechender Form – klanglich ausgewogen, aufmerksam und mit feinem Gespür für Farben und Stimmungen –, während die Solistinnen mit Ausdruckskraft und stilistischer Klarheit besondere Akzente setzten. Schauspieler Frank Albrecht führte mit lebhafter Darstellung durch das Programm und stimmte das Publikum auf die musikalische Reise ein. Mit textlichen Erläuterungen verband er Musik und Wort zu einem stimmigen Gesamterlebnis, ohne den musikalischen Fluss zu unterbrechen. Franz Schuberts „Deutsche Tänze“ (D 90) eröffneten das Programm im Saal mit einer angenehmen Mischung aus heiterer Leichtigkeit und Charme. Die kurzen Stücke wirkten wie kleine musikalische Szenen: mal beschwingt, mal etwas nachdenklicher, aber klar und eingängig. Das Kammerorchester spielte diese Miniaturen mit viel Gefühl für Rhythmus und Klang, sodass die Musik dadurch frisch und sehr zugänglich wirkte.

Einen reizvollen Gegenpol bildeten vier Lieder aus Schuberts „Winterreise“, die in einer Fassung für Streichensembles von Simon Wallinger erklangen. Die Auswahl – „Wetterfahne“, „Gefrorne Tränen“, „Frühlingstraum“ und „Der Leiermann“ – bündelte in kurzer Form die prägenden Stimmungen des berühmten Zyklus’.
Bekannte Schubert-Lieder
auf neue Art interpretiert.
Viele kennen die „Winterreise“ vor allem in der klassischen Besetzung für Tenor oder Bariton mit Klavier, doch Schubert schrieb keine feste Stimmlage vor. Wie sehr der Zyklus reine Ausdruckskunst ist, zeigte Sopranistin Juliane Brittain eindrucksvoll: Mit klarer Tongebung und nuancierter Gestaltung traf sie die musikalischen Schattierungen präzise, ohne je zu überzeichnen. Die gelungene Bearbeitung für Streicher eröffnete zusätzlich einen frischen Blick auf die bekannten Lieder, die Musik gewann eine kammermusikalische Nähe, die dem Charakter der „Winterreise“ ausgesprochen gut stand. Das Orchester musizierte homogen und mit klar gezeichnetem Ton – und schuf einen tragenden Rahmen für die Stimme.
Einen Ruhepunkt setzte Jean Sibelius’ „Romanze C-Dur“ (op. 42). Mit warmem, innigem Ton entfaltete sich der typisch nordische Charakter des Werkes: eine Mischung aus stiller Melancholie und weiten Klangräumen. Das Orchester ließ diese Atmosphäre mit großer Sensibilität entstehen und schuf einen sanften Klangteppich, der die lyrische Grundhaltung des Stücks eindrucksvoll hervorhob. Mit der Barkarole aus Peter I. Tschaikowskys „Jahreszeiten“ (op. 37a) öffnete sich der musikalische Horizont noch einmal spürbar. Die Komposition mit ihrem ruhigen, schaukelnden Fluss entfaltete eine Atmosphäre wie beim Blick auf eine sommerliche Wasserlandschaft: warm, weit und von träumerischer Leichtigkeit durchzogen. Das Orchester nahm diesen Charakter sensibel auf und gab dem Programm eine zusätzliche Nuance.
Den krönenden Abschluss bildete Felix Mendelssohn Bartholdys „Violinkonzert d-Moll“, ein Werk voller jugendlicher Energie, virtuoser Brillanz und melodischer Schönheit. Maryana Osipova, Primgeigerin des renommierten Eliot-Quartetts, stellte sich dieser anspruchsvollen Partitur mit beeindruckender Souveränität. Ihre Technik wirkte mühelos, doch nie selbstzweckhaft. Besonders im lyrischen Mittelsatz zeigte sie große Ausdruckstiefe, während das Finale mit seiner sprühenden Lebendigkeit und rhythmischen Präzision begeisterte. Das Orchester reagierte aufmerksam und flexibel, so dass ein lebendiger Dialog entstand, den Peter Wallinger mit sicherem Gespür für Balance und Dramaturgie leitete.
Der langanhaltende Schlussapplaus zeigte, wie stark dieser musikalische Jahresauftakt beim Publikum ankam – ein Konzert, das einen bleibenden Eindruck hinterließ. Als Zugabe erklang das Largo aus Vivaldis „Winter“. Mit dem gelungenen Neujahrskonzert setzte die Kammersinfonie gleich ein Zeichen für die neue Saison: künstlerisch anspruchsvoll, aber immer nah am Publikum. Unterstützt wurde das Konzert von der Initiative „MühlackerConcerto“.
Autor: Manfred Müller
weniger08.01.2026, Ludwigsburger Kreiszeitung
Dirigent Peter Wallinger vor den Neujahrskonzerten: „Eine Erzählung von Krise und Hoffnung“
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Seit über vier Jahrzehnten bereichert Peter Wallinger mit seiner Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim die Klassikmusiklandschaft der Region. Anlässlich der anstehenden Neujahrskonzerte sprach der Dirigent über den Jahreswechsel und darüber, ob sein Sohn Simon Wallinger bald ganz die Leitung übernimmt.