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2012

Lieblingskonzert der Pianistin

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Magdalena Müllerperth spielt Schumann-Klavierkonzert in Bietigheim

Das Klavierkonzert in a-Moll von Robert Schumann ist eines von drei Stücken, die im Konzert mit der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim am 2. März im Kronenzentrum gespielt werden. Solistin ist die 20-jährige Magdalena Müllerperth.

Magdalena Müllerperth mit ihren gerade mal 20 Jahren kommt ins Schwärmen, wenn sie über das 167 Jahre alte Klavierkonzert von Robert Schumann spricht. „Es ist eines meiner Lieblingsstücke, es ist so romantisch“, sagt die junge Maulbronnerin. Für sie sei das Konzert das schönste der Epoche der Romantik, vor allem auch, weil es so gefühlvoll ist und das Klavier einen Dialog mit dem Orchester eingeht, um dann mit ihm zu verschmelzen.

Magdalena Müllerperth ist für das Konzert mit der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim extra aus New York gekommen. Seit einer Woche weilt sie wieder bei ihren Eltern in Maulbronn und übt täglich mit dem Dirigenten Peter Wallinger und seinem Orchester. Die junge Musikerin ist ehrgeizig, will nicht nur gut sein, sondern „sehr gut“.

Mit fünf Jahren, so erzählt ihre Mutter gerne, kam sie plötzlich in die Küche und sagte: „Ich will Pianistin werden, wenn ich groß bin“. Das war der Moment, in dem Papa Müllerperth ein Klavier kaufte und seine Tochter mit dem Unterricht in der Musikschule Maulbronn begann, den sie dann in Pforzheim fort setzte.

Schnell stellte sich heraus, dass die junge Maulbronnerin eine hohe Begabung als Pianistin hat. Im Alter von acht Jahren wurde sie zunächst Schülerin, dann Jungstudentin von Professor Sontraud Speidel an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe. Seit 1999 errang die junge Künstlerin einen Preis nach dem anderen, insgesamt 35. Sie spielte Konzerte, die sich oft nur gestandene Pianisten zutrauen. „Ich will mir den Traum von der Solistenkarriere erfüllen, dafür arbeite ich hart“, sagt Magdalena Müllerperth. Die junge Frau weiß, was sie will. Mit 15 wollte sie unbedingt in die USA, wie ihr großer Bruder, aber sie wollte dort auch Klavier spielen. Dafür wurde der bestmöglichste Lehrer gesucht und in Professor Alexander Baginsky gefunden, bei dem Müllerperth drei Jahre an der Hamline University in St. Paul im Bundesstaat Minnesota studierte und – fast nebenher – ihre Hochschulzulassung ablegte. Englisch spricht sie mittlerweile so gut, dass man gar einen amerikanischen Akzent hört, wenn sie in ihrer Muttersprache spricht. Denn schließlich lebt sie nun seit fünf Jahren in den Staaten.

Seit 2010 studiert Magdalena Müllerperth in New York, bei Professor Jerome Rose, einem der besten zeitgenössischen Pianisten, am Mannes College. Rose, in seiner Jugend ebenso früh wie Müllerperth als Talent erkannt – er spielte schon mit 15 Jahren mit der San Francisco Symphony – förderte auch ihre Liebe zur romantischen Musik. „Rose spielt die Werke der Romantik wie ein Deutscher , wie beispielsweise der berühmte Pianist Arthur Schnabel, Rose kann mir viel beibringen“, so Müllerperth. Brahms, Beethoven, Liszt, Schubert – diese Komponisten liebt die Musikerin. Auch wenn sie auch gerne Hindemith- oder Barber-Stücke aus der klassischen Moderne spielt, ihr Ding sei die moderne Musik nicht. „Ich spiele beispielsweise nicht gerne Jazz“, sagt sie, „in der Klassik, vor allem in der Romantik, geht es um große Poesie, um einen Weltgeist, um den Aufbruch in eine neue Zeit, das gefällt mir“.

Mindestens einmal im Jahr kommt sie für eine längere Zeit nach Deutschland, um auch hier zu konzertieren. „Dann gebe ich mir die geballte Ladung an Konzerten“, lacht sie. So spielt sie im Herbst in Bukarest, in Stuttgart und beim Schleswig-Holstein-Festival. Jetzt ist sie nur wegen Peter Wallinger und der Süddeutschen Kammersinfonie gekommen – und wegen Schumanns Klavierkonzert.

Gabriele Szczegulski

Zauberhafte Harfenklänge

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Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim in der Kelter

Mit zarten Harfenklängen begleitete die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim am Sonntagnachmittag die Besucher ihres Neujahrskonzerts in der voll besetzten Bietigheimer Kelter auf einer Reise vom Morgenland ins Abendland.

Wer das Konzert erlebte, kam voll auf seine Kosten, denn in diesem Programm stand die Harfe im Mittelpunkt. Die französisch-amerikanische Harfenistin Anne-Sophie Bertrand aus Paris konnte Peter Wallinger für das diesjährige Neujahrskonzert gewinnen, das am Samstagabend auch im Bürgersaal der Gemeinde Murr zu hören war.

Sie vermochte mit den feinen Klängen auf ihrem Instrument die Besucher regelrecht zu verzaubern. Doch für das Programm „Orient – Okzident“ hatte der Orchesterleiter auch wieder eine Rarität aus einem Notenarchiv ausgegraben. Von Christoph Willibald Gluck, dem Komponisten, der maßgeblich den Übergang vom Barock zur Klassik im 18. Jahrhundert prägte, wurde das kaum bekannte Werke „Die Pilger von Mekka“ zur Einleitung des Programms aufgeführt. In dem recht kurzen Stück ließ es Gluck kräftig orientalisch klingen, weshalb er den Streichern auch zwei Flöten und Schlagwerk hinzugesellte. Spritzig und temporeich führte die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim die Komposition aus.

Das Klavierkonzert A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1783 komponiert, erklang während der diesjährigen Neujahrskonzerte der Kammersinfonie Bietigheim in einer interessanten Bearbeitung für Harfe und Streicher. Auf der Harfe gespielt wirkte der für das Klavier geschriebene Solopart wesentlich filigraner. Von Anne-Sophie Bertrand wurde dieser mit überaus sensiblem Anschlag der Saiten elegant als zartes Klanggewebe interpretiert.

Das Andante war dabei ein besonders hochrangiger Hörgenuss, denn die Solisten und die Kammersinfonie entfalteten mit der sanft dahinfließenden Melodie zauberischen Wohlklang. In den kunstvoll ausgeführten Kadenzen der drei Sätze bestach Anne-Sophie Bertrand bei einfühlsamem Spiel mit ihrer ausgereiften Virtuosität. Das Orchester begleitete die Solistin mit brillant entfalteter Streicherfülle. Auch in zwei Tänzen für Harfe und Orchester von Claude Debussy beglückte das ungemein feinstimmige Zusammenspiel des Soloinstruments mit dem Streichorchester.

Elegische Stimmung beherrschte den „Danse sacrée“, dem Anne-Sophie Bertrand einen verklärten Ausdruck verlieh. Dagegen war der „Danse profane“ von bewegten Klangfiguren geprägt, die von einem ruhigeren Melodiestrom unterlegt waren. Diesen Kontrast ließ Peter Wallinger zusammen mit seiner Harfensolistin aus Paris in subtiler Klangpracht hervortreten. Ein Impromptu, Opus 86, von Gabriel Fauré, dem Vorreiter des französischen Impressionismus, gab Anne-Sophie Bertrand Gelegenheit, ihre sensible Gestaltungskraft und auch ihr überaus einfühlsames Spiel auf der Harfe nachdrücklich auszubreiten. Das verträumte Werk ist von mystischer Stimmung geprägt und der Virtuosin gelang es, der Weltentrücktheit und Verklärtheit der Komposition in ihrer seelenvollen Interpretation Ausdruck zu verleihen.

Noch einmal entführten die Musikerinnen und Musiker der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim die Konzertbesucher in den märchenhaften Orient. Aus der Musik zum Ibsen-Drama „Peer Gynt“ von Edvard Grieg waren die Sätze „Anitras Tanz“ und „Arabischer Tanz“ zu hören. Mit seidig feinem Klang führten die Streicher das erste Stück aus. Doch im „Arabischen Tanz“ zelebrierten sie noch einmal mit Flöten und Schlagwerk verdichtet morgenländisches Klangkolorit in schönster Vollendung, weshalb daraus noch ein Teil als Zugabe für den anhaltenden, freudigen Applaus gespielt wurde.

Rudolf Wesner

Seelenvolle Harfenklänge verzaubern

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Neujahrskonzert der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim

Mit zarten Harfenklängen begleitete die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim am Sonntag die Besucher ihrer Neujahrskonzerte – sowohl am Vormittag im voll besetzten Saal des Uhlandbaus in Mühlacker als auch am Nachmittag in der ebenfalls gut besetzten Kelter in Bietigheim – auf einer Reise vom Morgenland ins Abendland. „Orient – Okzident“ überschrieb Orchesterleiter Peter Wallinger das reizvolle Programm.

Wer eines der Konzerte erlebte, kam voll auf seine Kosten, denn in diesem Programm stand die Harfe im Mittelpunkt. Die französisch-amerikanische Harfenistin Anne-Sophie Bertrand aus Paris konnte Peter Wallinger für die diesjährigen Neujahrskonzerte gewinnen. Sie vermochte mit den feinen Klängen auf ihrem Instrument die Besucher regelrecht zu verzaubern. Doch für das Programm „Orient – Okzident“ hatte der Orchesterleiter auch wieder eine Rarität aus einem Notenarchiv ausgegraben. Von Christoph Willibald Gluck, dem Komponisten, der maßgeblich den Übergang vom Barock zur Klassik im 18. Jahrhundert prägte, wurde das kaum bekannte Werk „Die Pilger von Mekka“ zur Einleitung des Programms aufgeführt. In dem recht kurzen Stück ließ es Gluck kräftig orientalisch klingen, weshalb er den Streichern auch zwei Flöten und Schlagwerk hinzugesellte. Spritzig und temporeich führte die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim die Komposition aus.

Das Klavierkonzert A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1783 komponiert, erklang während der diesjährigen Neujahrskonzerte in einer interessanten Bearbeitung für Harfe und Streicher. Auf der Harfe gespielt, wirkte der für das Klavier geschriebene Solopart wesentlich filigraner, auch zauberhafter. Von Anne-Sophie Bertrand wurde dieser mit überaus sensiblem Anschlag der Saiten elegant als zartes Klanggewebe interpretiert. Das Andante war dabei ein besonders hochrangiger Hörgenuss, denn die Solisten und die Kammersinfonie entfalteten mit der sanft dahinfließenden Melodie zauberhaften Wohlklang.

In den kunstvoll ausgeführten Kadenzen der drei Sätze bestach Anne-Sophie Bertrand bei einfühlsamem Spiel mit ihrer ausgereiften Virtuosität. Das Orchester begleite die Solistin mit brillant entfalteter Streicherfülle. Auch in zwei Tänzen für Harfe und Orchester von Claude Debussy beglückte das ungemein feinstimmige Zusammenspiel des Soloinstruments mit dem Streichorchester. Elegische Stimmung beherrschte den „Danse sacrée“, dem Anne-Sophie Bertrand einen verklärten Ausdruck verlieh. Dagegen war der „Danse profane“ von bewegten Klangfiguren geprägt, die von einem ruhigeren Melodiestrom unterlegt waren. Diesen Kontrast ließ Peter Wallinger zusammen mit seiner Harfensolistin aus Paris in subtiler Klangpracht hervortreten. Ein Impromptu, Opus 86, von Gabriel Fauré, dem Vorreiter des französischen Impressionismus, gab Anne-Sophie Bertrand Gelegenheit, ihre sensible Gestaltungskraft und auch ihr überaus einfühlsames Spiel auf der Harfe nachdrücklich auszubreiten. Das verträumte Werk ist von mystischer Stimmung geprägt, und der Virtuosin gelang es, der Weltentrücktheit und Verklärtheit der Komposition in ihrer seelenvollen Interpretation Ausdruck zu verleihen.

Noch einmal entführten die Musiker der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim die Konzertbesucher in den märchenhaften Orient. Aus der Musik zum Ibsen-Drama „Peer Gynt“ von Edvard Grieg waren die Sätze „Anitras Tanz“ und „Arabischer Tanz“ zu hören. Mit seidig feinem Klang führten die Streicher das erste Stück aus. Doch im „Arabischen Tanz“ zelebrierten sie noch einmal mit Flöten und Schlagwerk verdichtet morgenländisches Klangkolorit in schönster Vollendung, weshalb daraus noch ein Teil als Zugabe für den anhaltenden, freudigen Applaus gespielt wurde.

Rudolf Wesner

Neujahrskonzert „Orient – Okzident“

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Zauberhafte Klänge im Uhlandbau: Neujahrskonzert der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim bietet reizvolle musikalische Kontraste

Ein Neujahrskonzert voller reizvoller musikalischer Kontraste, die mit einem vollendeten Hörgenuss verbunden waren, bot die sueddeutsche kammersinfonie bietigheim unter der Leitung ihres Gründers Peter Wallinger am Wochenende in drei Aufführungen. Der vielversprechende Titel: „Orient – Okzident“.

Mühlacker. Am Sonntagvormittag war das Programm im Uhlandbau in Mühlacker zu hören. In diesem Jahr lockte das inzwischen zur Tradition gewordene Neujahrskonzert dieses immer wieder glanzvoll musizierenden Orchesters besonders viele Musikfreunde an, denn es war ausverkauft, und in letzter Minute wurden noch zusätzliche Stühle bereitgestellt, um allen Besuchern einen Sitzplatz bieten zu können.

Foto: Fotomoment

Wer dabei war, kam voll auf seine Kosten, denn in diesem Programm stand die Harfe im Mittelpunkt. Die französisch-amerikanische Harfenistin Anne-Sophie Bertrand aus Paris konnte Peter Wallinger für die diesjährigen Neujahrskonzerte gewinnen. Sie vermochte mit den zarten Klängen auf ihrem Instrument die Besucher regelrecht zu verzaubern. Doch für das Programm „Orient – Okzident“ hatte der Orchesterleiter auch wieder eine Rarität aus einem Notenarchiv ausgegraben: Von Christoph Willibald Gluck, dem Komponisten, der maßgeblich den Übergang vom Barock zur Klassik im 18. Jahrhundert prägte, war das kaum bekannte Werk „Die Pilger von Mekka“ zu hören. In dem recht kurzen Stück ließ es Gluck kräftig orientalisch klingen, weshalb er den Streichern auch zwei Flöten und Schlagwerk hinzugesellte. Spritzig und temporeich führte die sueddeutsche kammersinfonie bietigheim die Komposition aus.

Das Klavierkonzert A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1783 komponiert, erklang während der diesjährigen Neujahrskonzerte der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim in einer interessanten Bearbeitung für Harfe und Streicher. Auf der Harfe gespielt, wirkte der für das Klavier geschriebene Solopart wesentlich filigraner, auch zauberischer, und wurde von Anne-Sophie Bertrand mit überaus sensiblem Anschlag der Saiten elegant als zartes Klanggewebe interpretiert. Dabei entfaltete sie bei einfühlsamem Spiel ihre beeindruckende Virtuosität. Diese zeigte sich insbesondere in den kunstvoll ausgeführten Kadenzen der drei Sätze. Das Orchester begleite die Solistin mit brillant entfalteter Streicherfülle.

Auch in zwei Tänzen für Harfe und Orchester von Claude Debussy beglücke das ungemein feinstimmige Zusammenspiel des Soloinstruments mit dem Streichorchester. Elegische Stimmung beherrschte den „Danse sacrée“, dem Anne-Sophie Bertrand einen verklärten Ausdruck verlieh. Dagegen war der „Danse profane“ von bewegten Klangfiguren geprägt, die von einem ruhigeren Melodiestrom unterlegt waren. Diesen Kontrast ließ Peter Wallinger zusammen mit seiner Harfensolistin aus Paris in subtiler Klangpracht hervortreten. Ein Impromptu, Opus 86, von Gabriel Fauré, dem Vorreiter des französischen Impressionismus, gab Anne-Sophie Bertrand Gelegenheit, ihre sensible Gestaltungskraft und auch ihr überaus einfühlsames Spiel auf der Harfe nachdrücklich auszubreiten. Das verträumte Werk ist von mystischer Stimmung geprägt, und der Virtuosin gelang es, der Weltentrücktheit und Verklärtheit der Komposition in ihrer seelenvollen Interpretation Ausdruck zu verleihen. Noch einmal entführten die Musikerinnen und Musiker der sueddeutschen kammersinfonie die Konzertbesucher in den märchenhaften Orient. Aus der Musik zum Ibsen-Drama „Peer Gynt“ von Edvard Grieg waren die Sätze „Anitras Tanz“ und „Arabischer Tanz“ zu hören. Mit seidig feinem Klang führten die Streicher das erste Stück aus. Doch im „Arabischen Tanz“ zelebrierten sie noch einmal mit Flöten und Schlagwerk verdichtet morgenländisches Klangkolorit in schönster Vollendung, weshalb daraus noch ein Teil als Zugabe und als Dankeschön für den anhaltenden Applaus gespielt wurde.

Orchester und Solistin spielen vor der Bühne

Die Bühne im Uhlandbau blieb am Sonntagvormittag leer, die sueddeutsche kammersinfonie Bietigheim und ihr musikalischer Gast Anne-Sophie Bertrand spielten ihre Matinee im Bereich vor der Bühne auf der Saalebene. Grund dafür ist, wie der musikalische Leiter Peter Wallinger erklärt, die fehlende Beleuchtung im vorderen Bereich der Bühne. „Es wäre in diesem Fall auch ohne gegangen, weil die Sonne schien, aber das konnten wir bei den Vorbereitungen noch nicht wissen.“ Nun bemüht sich der Initiator der Konzertreihe in Zusammenarbeit mit der Stadt um eine Lösung für die Bühnenbeleuchtung, die spätestens bis zum 3. März greifen sollte. Dann steht in der Reihe „Mühlacker Concerto“ ein abendliches Konzert mit der Pianistin Magdalena Müllerperth auf dem Programm. (the)

Rudolf Wesner

Westöstlicher Diwan aus Harfenklängen

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Neujahrskonzert im Murrer Bürgersaal: Ein Neujahrskonzert voller reizvoller musikalischer Kontraste bot die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim unter der Leitung ihres Gründers Peter Wallinger am vergangenen Wochenende insgesamt dreimal.

Die Reihe wurde am Samstagabend im Murrer Bürgersaal eröffnet und in diesem Jahr schien es, als hätte das inzwischen in der Gemeinde zur Tradition gewordene Neujahrskonzert besonders viele Musikfreunde angezogen.

Mit Gluck in Mekka

Wer dabei war, kam voll auf seine Kosten, denn zum ersten Mal gab es in Murr ein Programm, in welchem die Harfe im Mittelpunkt stand. Die Harfenistin Anne-Sophie Bertrand aus Paris konnte Wallinger für die Neujahrskonzerte gewinnen. Der Orchesterleiter hatte auch wieder eine Rarität aus einem Notenarchiv ausgegraben. Von Christoph Willibald Gluck war das kaum bekannte Werk „Die Pilger von Mekka“ zu hören. In dem kurzen Stück ließ es Gluck kräftig orientalisch klingen, weshalb er den Streichern auch zwei Flöten und Schlagwerk hinzugesellte. Spritzig und temporeich führte die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim diese Komposition aus.

Das Klavierkonzert A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart erklang in einer interessanten Bearbeitung für Harfe und Streicher. Auf der Harfe gespielt, wirkte der für das Klavier geschriebene Solopart filigraner und zauberischer. Anne-Sophie Bertrand interpretierte diesen mit überaus sensiblem Anschlag der Saiten elegant als zartes Klanggewebe. Dabei entfaltete sie ihre beeindruckende Virtuosität. Diese zeigte sich in den kunstvoll ausgeführten Kadenzen. Das Orchester begleite sie mit brillanter Streicherfülle.

Auch in zwei Tänzen für Harfe und Orchester von Claude Debussy beglücke das Zusammenspiel des Soloinstruments mit dem Orchester. Elegische Stimmung beherrschte den „Danse sacrée“, dem Anne-Sophie Bertrand einen verklärten Ausdruck verlieh. Dagegen war der „Danse profane“ von bewegten Klangfiguren auf der Harfe geprägt, die von einem ruhigeren Melodiestrom unterlegt waren. Das Impromptu, Opus 86, von Gabriel Fauré, dem Vorreiter des französischen Impressionismus, gab Anne-Sophie Bertrand Gelegenheit, ihre sensible Gestaltungskraft nachdrücklich auszubreiten. Der Virtuosin gelang es, der Weltentrücktheit und Verklärtheit der Komposition in ihrer Interpretation Ausdruck zu verleihen.

Auch in Bietigheim

Noch einmal entführten die Musiker die Konzertbesucher in den Orient. Aus der Musik zum Ibsen-Drama „Peer Gynt“ von Edvard Grieg waren die Sätze „Anitras Tanz“ und „Arabischer Tanz“ zu hören. Mit seidig feinem Klang führten die Streicher das erste Stück aus. Doch im „Arabischen Tanz“ zelebrierten sie noch einmal mit Flöten und Schlagwerk verdichtet morgenländisches Klangkolorit in schönster Vollendung, weshalb daraus noch ein Teil als Zugabe gespielt wurde. Das Konzert wurde am Sonntagvormittag nochmals in Mühlacker und nachmittags in der Bietigheimer Kelter gegeben.

Rudolf Wesner

Neujahrskonzert in Mühlacker: Silberner Glitzerklang

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Die Harfe, das uralte Kult-Instrument, zelebriert seit eh und je Stimmungen und Glückszustände. Ist in der Oper für das Überreichen silberner Rosen zuständig, im Ballett für Feen-Flüge und sterbende Schwäne, im Orchesterkonzert für sprühende Fontänen und Meeresrauschen.

Auch beim Mühlacker Neujahrs-„Concerto“, das wieder im angestammten Uhlandbau stattfand, begeisterte der Glitzerklang des poesievollen Saiten-Instruments. Und zwar gespielt von der exzellenten Solo-Harfenistin Anne-Sophie Bertrand, die von Peter Wallingers sueddeutscher kammersinfonie bietigheim mit einfühlender Verve begleitet wurde.

Foto: Henkel

Sinnliches Vergnügen

Die in den Allegro-Ecksätzen luftig schwungvoll und im Andante wunderbar zart interpretierte, in den Solopassagen wie von einem Silberstift nachgezeichnete Harfen-Bearbeitung des Klavierkonzertes A-Dur (KV 414) von Wolfgang Amadeus Mozart verzauberte die Zuhörer im vollbesetzten Saal. Geradezu kongenial dem Wunderklanginstrument angepasst, präsentierten sich Claude Debussys Tänze für Harfe und Orchester („Danse sacrée“ und „Danse profane“), wobei nicht nur die von den Streichern fein untermalten Glissandi und Arpeggien mit leuchtend hin getupfter, impressionistischer Farbigkeit sinnliches Vergnügen bereiteten. Eine Ahnung von paradiesischen Freuden vermittelte die Wiedergabe von Gabriel Faurés „Impromtu op.86“ für Harfe solo, das von Anne-Sophie Bertrand virtuos entfaltet wurde – ein musikalisch funkelndes, kostbares Juwel.

Musikantisch aufgelegt

Das ganz dem Leichten und Heiteren zugetane, unter das Motto „Orient-Okzident“ gestellte Neu-jahrskonzert wurde von Wallinger am Dirigentenpult und seinem musikantisch aufgelegten En-semble markant eingerahmt. Zum Konzertauftakt gab es Christoph Willibald Glucks schmissige Ouvertüre zu „Die Pilger von Mekka“, ein Allegro-Stück, das mit seinen hellen Piccolo-Flöten, Trommeln und Schellengeklingel wie der Aufzug einer Janitscharen-Kapelle anmutete. Den Abschluss bildeten arabische Tänze aus Edvard Griegs „Peer Gynt“. Edgar Wipf steuerte moderierend geistvolle Anmerkungen bei.

Eckehard Uhlig