11.12.2012
Mit Trompetenklang und Paukenwirbel
Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim begeistert ihr Publikum mit Werken von Telemann, Bach und Haydn-Junge Solisten zu Gast

Mit festlich-freudigem Musizieren bot die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim unter der Leitung von Peter Wallinger am Sonntagnachmittag im Kronensaal unter dem Motto „Musik zum Advent“ ein delikates Programm, in dem Trompeten und Pauken immer wieder den Ton angaben.
Georg Philipp Telemann schuf eine große Zahl von Kompositionen, die abwechslungsreich und farbig waren und die es nicht an pompЪsen Klangeffekten fehlen ließen. Ein markantes Beispiel dafür ist sein Konzert in D-Dur für drei Trompeten, Pauken und Orchester, mit dem das Programm eingeleitet wurde. Drei Meisterschüler des international geachteten Trompetenvirtuosen Reinhold Friedrich von der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe hatte Orchesterleiter Wallinger eingeladen, damit sie der Aufführung jenen funkelnden Glanz gaben, mit dem das Telemann-Werk seine mitreißende Wrrkung erzielen kann. Saleem Kham, Eline Beumer und In-Heyeok Choi, alle gerade mal 23 Jahre jung, führten ihren Solopart im ersten und dritten Satz bravourös aus.
Im Mittelsatz, einem Largo, glänzte die Oboistin des Orchesters mit ihrem feinstimmig und virtuos dargebotenen Solo. Und auch der Mann an den Pauken hatte zu tun, um sein Instrumentarium nuanciert zum Klingen zu bringen. Die Kammersinfonie gestaltete zusammen mit den Solisten an Trompeten und Pauken das Werk voll üppiger Musizierfreude.
Bevor sich mit der Orchestersuite Nummer drei in D-Dur, BWV 1068 von Johann Sebastian Bach erneut barocke Klangpracht ausbreiten konnte, setzte Peter Wallinger mit der Wiedergabe der Komposition „Musica adventus I“ des lettischen Tonschöpfers Peteris Vasks einen ruhevollen Akzent. Die um 1750 vom Thomaskantor komponierte Orchestersuite Nummer drei zählt zu dessen beliebtesten Werken. Allein schon die Ouvertüre ist in ihrer Opulenz eine einzigartige musikalische Delikatesse, der Wallinger mit seinem Orchester strahlenden Glanz verlieh. Ein Stück himmlische Musik stellt das „Air“ dar, mit dessen Aufführung erneut die betörende Klangpracht der Streicher des Orchesters zur Geltung kam. Temperamentvoll und beschwingt musizierte das Orcpester auch die drei weiteren Sätze der Suite.
Die Sinfonie mit dem Pauktenschlag in G-Dur ist Joseph Haydns populärste Komposition. Die Kammersinfonie leuchtete die Feinheiten der vier SКtze mit bravourösem, in allen Registern prachtvollem Spiel aus.
Rudolf Wesner
Trompetenklang und Paukenwirbel
Die Reihe „MühlackerConcerto“ beschert erneut brillante Klänge im Uhlandbau.
Vom Angebot, die Adventszeit mit Pauken und Trompeten festlich und freudig zu erleben, machten am Samstagabend im Uhlandbau zahlreiche Musikfreunde gerne Gebrauch.

Mühlacker. Die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim gestaltete unter der Leitung von Peter Wallinger und zusammen mit drei hochbegabten, noch sehr jungen Trompetenvirtuosen ein mit vielen musikalischen Delikatessen ausgestattetes Programm.
Georg Philipp Telemann, Zeitgenosse von Johann Sebastian Bach, schöpfte eine große Zahl von Kompositionen, die leicht verständlich, zudem sehr abwechslungsreich und farbig waren und die es nicht an pompösen Klangeffekten missen ließen. Ein markantes Beispiel für diese Gattung von im besten Sinne unterhaltsamer Musik voller barocker Lebensfreude ist sein Konzert in D-Dur für drei Trompeten, Pauken und Orchester, mit dem das Programm eingeleitet wurde. Drei Meisterschüler des international hoch geachteten Trompetenvirtuosen Reinhold Friedrich von der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe hatte Peter Wallinger eingeladen, um der Aufführung jenen funkelnden Glanz zu geben, mit dem das Telemann-Werk seine vollkommene, mitreißend freudige Wirkung bei den Zuhörern erzielen kann. Saleem Kham, Eline Beumer und In-Hyeok Choi, alle gerade erst 23 Jahre jung, führten ihren Solopart im ersten und dritten Satz bravourös, klar intoniert und energiegeladen aus.
Im Mittelsatz, einem Largo, glänzte anstelle der Trompete die Oboistin des Orchesters mit ihrem feinstimmig und virtuos dargebotenen Solo. Und auch der Paukist hatte bei der Aufführung des Telemann-Konzerts sehr viel zu tun, um mit großer Sorgfalt sein Instrumentarium nuanciert, aber jederzeit nachdrücklich zum Klingen zu bringen. Insgesamt beglückte die Aufführung der Komposition aus dem 18. Jahrhundert, weil sie von der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim zusammen mit den Solisten an Trompeten und Pauken tempofreudig und voller üppiger Musizierfreude gestaltet wurde. Bevor sich mit der Orchestersuite Nummer drei in D-Dur BWV 1068 von Johann Sebastian Bach erneut barocke Klangpracht ausbreiten konnte, setzte Orchesterleiter Peter Wallinger mit der Wiedergabe der Komposition „Musica adventus I“ des lettischen Tonschöpfers Peteris Vasks, geboren 1946, einen ruhevollen, von Weltentrücktheit geprägten Akzent. Das in den Jahren 1995 und 1996 entstandene Werk enthält mehrfach kurze Zitate aus der Kirchenliedmelodie „Vom Himmel hoch“, die in ein zartes, warm klingendes Geflecht von Streicherstimmen eingewoben wurden.
Die um 1750 vom Thomaskantor komponierte Orchestersuite Nummer drei zählt zu dessen beliebtesten Werken. Allein schon die Ouvertüre ist in ihrer Opulenz eine einzigartige musikalische Delikatesse, der Peter Wallinger mit seiner Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim strahlenden Glanz verlieh.
Ein Stück himmlischer Musik stellt die „Air“ dar, mit dessen Aufführung erneut die betörend silbrig-seidige Klangpracht der Streichergruppe innerhalb des Orchesters zur Geltung kam. Temperamentvoll, tänzerisch heiter und beschwingt musizierte das Orchester auch die drei weiteren Sätze der Suite.
In einem von Trompetenklang und Paukenwirbel getragenen Programm durfte natürlich die berühmte Sinfonie mit dem Paukenschlag, das ist die 94. Sinfonie in G-Dur von Joseph Haydn, nicht fehlen. Sie ist ohne Zweifel seine populärste Komposition. Hinter der Schlichtheit der Melodik insbesondere des Andantes, in welchem der berühmte Paukenschlag die Zuhörer aus den Träumen reißt, verbergen sich höchst beeindruckende kompositorische Raffinessen. Die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim leuchtete unter Peter Wallingers eingebungsvoller Leitung die musikalischen Köstlichkeiten und Feinheiten der vier Sätze mit bravourösem, in allen Registern prachtvoll glitzerndem Spiel aus. Dafür gab es von Bravo-Rufen durchzogenen, anhaltenden Schlussapplaus, der erst nach einer Zugabe endete.
Rudolf Wesner