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17.01.2012

Zauberhafte Harfenklänge

  • von

Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim in der Kelter

Mit zarten Harfenklängen begleitete die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim am Sonntagnachmittag die Besucher ihres Neujahrskonzerts in der voll besetzten Bietigheimer Kelter auf einer Reise vom Morgenland ins Abendland.

Wer das Konzert erlebte, kam voll auf seine Kosten, denn in diesem Programm stand die Harfe im Mittelpunkt. Die französisch-amerikanische Harfenistin Anne-Sophie Bertrand aus Paris konnte Peter Wallinger für das diesjährige Neujahrskonzert gewinnen, das am Samstagabend auch im Bürgersaal der Gemeinde Murr zu hören war.

Sie vermochte mit den feinen Klängen auf ihrem Instrument die Besucher regelrecht zu verzaubern. Doch für das Programm „Orient – Okzident“ hatte der Orchesterleiter auch wieder eine Rarität aus einem Notenarchiv ausgegraben. Von Christoph Willibald Gluck, dem Komponisten, der maßgeblich den Übergang vom Barock zur Klassik im 18. Jahrhundert prägte, wurde das kaum bekannte Werke „Die Pilger von Mekka“ zur Einleitung des Programms aufgeführt. In dem recht kurzen Stück ließ es Gluck kräftig orientalisch klingen, weshalb er den Streichern auch zwei Flöten und Schlagwerk hinzugesellte. Spritzig und temporeich führte die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim die Komposition aus.

Das Klavierkonzert A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1783 komponiert, erklang während der diesjährigen Neujahrskonzerte der Kammersinfonie Bietigheim in einer interessanten Bearbeitung für Harfe und Streicher. Auf der Harfe gespielt wirkte der für das Klavier geschriebene Solopart wesentlich filigraner. Von Anne-Sophie Bertrand wurde dieser mit überaus sensiblem Anschlag der Saiten elegant als zartes Klanggewebe interpretiert.

Das Andante war dabei ein besonders hochrangiger Hörgenuss, denn die Solisten und die Kammersinfonie entfalteten mit der sanft dahinfließenden Melodie zauberischen Wohlklang. In den kunstvoll ausgeführten Kadenzen der drei Sätze bestach Anne-Sophie Bertrand bei einfühlsamem Spiel mit ihrer ausgereiften Virtuosität. Das Orchester begleitete die Solistin mit brillant entfalteter Streicherfülle. Auch in zwei Tänzen für Harfe und Orchester von Claude Debussy beglückte das ungemein feinstimmige Zusammenspiel des Soloinstruments mit dem Streichorchester.

Elegische Stimmung beherrschte den „Danse sacrée“, dem Anne-Sophie Bertrand einen verklärten Ausdruck verlieh. Dagegen war der „Danse profane“ von bewegten Klangfiguren geprägt, die von einem ruhigeren Melodiestrom unterlegt waren. Diesen Kontrast ließ Peter Wallinger zusammen mit seiner Harfensolistin aus Paris in subtiler Klangpracht hervortreten. Ein Impromptu, Opus 86, von Gabriel Fauré, dem Vorreiter des französischen Impressionismus, gab Anne-Sophie Bertrand Gelegenheit, ihre sensible Gestaltungskraft und auch ihr überaus einfühlsames Spiel auf der Harfe nachdrücklich auszubreiten. Das verträumte Werk ist von mystischer Stimmung geprägt und der Virtuosin gelang es, der Weltentrücktheit und Verklärtheit der Komposition in ihrer seelenvollen Interpretation Ausdruck zu verleihen.

Noch einmal entführten die Musikerinnen und Musiker der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim die Konzertbesucher in den märchenhaften Orient. Aus der Musik zum Ibsen-Drama „Peer Gynt“ von Edvard Grieg waren die Sätze „Anitras Tanz“ und „Arabischer Tanz“ zu hören. Mit seidig feinem Klang führten die Streicher das erste Stück aus. Doch im „Arabischen Tanz“ zelebrierten sie noch einmal mit Flöten und Schlagwerk verdichtet morgenländisches Klangkolorit in schönster Vollendung, weshalb daraus noch ein Teil als Zugabe für den anhaltenden, freudigen Applaus gespielt wurde.

Rudolf Wesner

Seelenvolle Harfenklänge verzaubern

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Neujahrskonzert der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim

Mit zarten Harfenklängen begleitete die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim am Sonntag die Besucher ihrer Neujahrskonzerte – sowohl am Vormittag im voll besetzten Saal des Uhlandbaus in Mühlacker als auch am Nachmittag in der ebenfalls gut besetzten Kelter in Bietigheim – auf einer Reise vom Morgenland ins Abendland. „Orient – Okzident“ überschrieb Orchesterleiter Peter Wallinger das reizvolle Programm.

Wer eines der Konzerte erlebte, kam voll auf seine Kosten, denn in diesem Programm stand die Harfe im Mittelpunkt. Die französisch-amerikanische Harfenistin Anne-Sophie Bertrand aus Paris konnte Peter Wallinger für die diesjährigen Neujahrskonzerte gewinnen. Sie vermochte mit den feinen Klängen auf ihrem Instrument die Besucher regelrecht zu verzaubern. Doch für das Programm „Orient – Okzident“ hatte der Orchesterleiter auch wieder eine Rarität aus einem Notenarchiv ausgegraben. Von Christoph Willibald Gluck, dem Komponisten, der maßgeblich den Übergang vom Barock zur Klassik im 18. Jahrhundert prägte, wurde das kaum bekannte Werk „Die Pilger von Mekka“ zur Einleitung des Programms aufgeführt. In dem recht kurzen Stück ließ es Gluck kräftig orientalisch klingen, weshalb er den Streichern auch zwei Flöten und Schlagwerk hinzugesellte. Spritzig und temporeich führte die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim die Komposition aus.

Das Klavierkonzert A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1783 komponiert, erklang während der diesjährigen Neujahrskonzerte in einer interessanten Bearbeitung für Harfe und Streicher. Auf der Harfe gespielt, wirkte der für das Klavier geschriebene Solopart wesentlich filigraner, auch zauberhafter. Von Anne-Sophie Bertrand wurde dieser mit überaus sensiblem Anschlag der Saiten elegant als zartes Klanggewebe interpretiert. Das Andante war dabei ein besonders hochrangiger Hörgenuss, denn die Solisten und die Kammersinfonie entfalteten mit der sanft dahinfließenden Melodie zauberhaften Wohlklang.

In den kunstvoll ausgeführten Kadenzen der drei Sätze bestach Anne-Sophie Bertrand bei einfühlsamem Spiel mit ihrer ausgereiften Virtuosität. Das Orchester begleite die Solistin mit brillant entfalteter Streicherfülle. Auch in zwei Tänzen für Harfe und Orchester von Claude Debussy beglückte das ungemein feinstimmige Zusammenspiel des Soloinstruments mit dem Streichorchester. Elegische Stimmung beherrschte den „Danse sacrée“, dem Anne-Sophie Bertrand einen verklärten Ausdruck verlieh. Dagegen war der „Danse profane“ von bewegten Klangfiguren geprägt, die von einem ruhigeren Melodiestrom unterlegt waren. Diesen Kontrast ließ Peter Wallinger zusammen mit seiner Harfensolistin aus Paris in subtiler Klangpracht hervortreten. Ein Impromptu, Opus 86, von Gabriel Fauré, dem Vorreiter des französischen Impressionismus, gab Anne-Sophie Bertrand Gelegenheit, ihre sensible Gestaltungskraft und auch ihr überaus einfühlsames Spiel auf der Harfe nachdrücklich auszubreiten. Das verträumte Werk ist von mystischer Stimmung geprägt, und der Virtuosin gelang es, der Weltentrücktheit und Verklärtheit der Komposition in ihrer seelenvollen Interpretation Ausdruck zu verleihen.

Noch einmal entführten die Musiker der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim die Konzertbesucher in den märchenhaften Orient. Aus der Musik zum Ibsen-Drama „Peer Gynt“ von Edvard Grieg waren die Sätze „Anitras Tanz“ und „Arabischer Tanz“ zu hören. Mit seidig feinem Klang führten die Streicher das erste Stück aus. Doch im „Arabischen Tanz“ zelebrierten sie noch einmal mit Flöten und Schlagwerk verdichtet morgenländisches Klangkolorit in schönster Vollendung, weshalb daraus noch ein Teil als Zugabe für den anhaltenden, freudigen Applaus gespielt wurde.

Rudolf Wesner

Neujahrskonzert „Orient – Okzident“

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Zauberhafte Klänge im Uhlandbau: Neujahrskonzert der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim bietet reizvolle musikalische Kontraste

Ein Neujahrskonzert voller reizvoller musikalischer Kontraste, die mit einem vollendeten Hörgenuss verbunden waren, bot die sueddeutsche kammersinfonie bietigheim unter der Leitung ihres Gründers Peter Wallinger am Wochenende in drei Aufführungen. Der vielversprechende Titel: „Orient – Okzident“.

Mühlacker. Am Sonntagvormittag war das Programm im Uhlandbau in Mühlacker zu hören. In diesem Jahr lockte das inzwischen zur Tradition gewordene Neujahrskonzert dieses immer wieder glanzvoll musizierenden Orchesters besonders viele Musikfreunde an, denn es war ausverkauft, und in letzter Minute wurden noch zusätzliche Stühle bereitgestellt, um allen Besuchern einen Sitzplatz bieten zu können.

Foto: Fotomoment

Wer dabei war, kam voll auf seine Kosten, denn in diesem Programm stand die Harfe im Mittelpunkt. Die französisch-amerikanische Harfenistin Anne-Sophie Bertrand aus Paris konnte Peter Wallinger für die diesjährigen Neujahrskonzerte gewinnen. Sie vermochte mit den zarten Klängen auf ihrem Instrument die Besucher regelrecht zu verzaubern. Doch für das Programm „Orient – Okzident“ hatte der Orchesterleiter auch wieder eine Rarität aus einem Notenarchiv ausgegraben: Von Christoph Willibald Gluck, dem Komponisten, der maßgeblich den Übergang vom Barock zur Klassik im 18. Jahrhundert prägte, war das kaum bekannte Werk „Die Pilger von Mekka“ zu hören. In dem recht kurzen Stück ließ es Gluck kräftig orientalisch klingen, weshalb er den Streichern auch zwei Flöten und Schlagwerk hinzugesellte. Spritzig und temporeich führte die sueddeutsche kammersinfonie bietigheim die Komposition aus.

Das Klavierkonzert A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1783 komponiert, erklang während der diesjährigen Neujahrskonzerte der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim in einer interessanten Bearbeitung für Harfe und Streicher. Auf der Harfe gespielt, wirkte der für das Klavier geschriebene Solopart wesentlich filigraner, auch zauberischer, und wurde von Anne-Sophie Bertrand mit überaus sensiblem Anschlag der Saiten elegant als zartes Klanggewebe interpretiert. Dabei entfaltete sie bei einfühlsamem Spiel ihre beeindruckende Virtuosität. Diese zeigte sich insbesondere in den kunstvoll ausgeführten Kadenzen der drei Sätze. Das Orchester begleite die Solistin mit brillant entfalteter Streicherfülle.

Auch in zwei Tänzen für Harfe und Orchester von Claude Debussy beglücke das ungemein feinstimmige Zusammenspiel des Soloinstruments mit dem Streichorchester. Elegische Stimmung beherrschte den „Danse sacrée“, dem Anne-Sophie Bertrand einen verklärten Ausdruck verlieh. Dagegen war der „Danse profane“ von bewegten Klangfiguren geprägt, die von einem ruhigeren Melodiestrom unterlegt waren. Diesen Kontrast ließ Peter Wallinger zusammen mit seiner Harfensolistin aus Paris in subtiler Klangpracht hervortreten. Ein Impromptu, Opus 86, von Gabriel Fauré, dem Vorreiter des französischen Impressionismus, gab Anne-Sophie Bertrand Gelegenheit, ihre sensible Gestaltungskraft und auch ihr überaus einfühlsames Spiel auf der Harfe nachdrücklich auszubreiten. Das verträumte Werk ist von mystischer Stimmung geprägt, und der Virtuosin gelang es, der Weltentrücktheit und Verklärtheit der Komposition in ihrer seelenvollen Interpretation Ausdruck zu verleihen. Noch einmal entführten die Musikerinnen und Musiker der sueddeutschen kammersinfonie die Konzertbesucher in den märchenhaften Orient. Aus der Musik zum Ibsen-Drama „Peer Gynt“ von Edvard Grieg waren die Sätze „Anitras Tanz“ und „Arabischer Tanz“ zu hören. Mit seidig feinem Klang führten die Streicher das erste Stück aus. Doch im „Arabischen Tanz“ zelebrierten sie noch einmal mit Flöten und Schlagwerk verdichtet morgenländisches Klangkolorit in schönster Vollendung, weshalb daraus noch ein Teil als Zugabe und als Dankeschön für den anhaltenden Applaus gespielt wurde.

Orchester und Solistin spielen vor der Bühne

Die Bühne im Uhlandbau blieb am Sonntagvormittag leer, die sueddeutsche kammersinfonie Bietigheim und ihr musikalischer Gast Anne-Sophie Bertrand spielten ihre Matinee im Bereich vor der Bühne auf der Saalebene. Grund dafür ist, wie der musikalische Leiter Peter Wallinger erklärt, die fehlende Beleuchtung im vorderen Bereich der Bühne. „Es wäre in diesem Fall auch ohne gegangen, weil die Sonne schien, aber das konnten wir bei den Vorbereitungen noch nicht wissen.“ Nun bemüht sich der Initiator der Konzertreihe in Zusammenarbeit mit der Stadt um eine Lösung für die Bühnenbeleuchtung, die spätestens bis zum 3. März greifen sollte. Dann steht in der Reihe „Mühlacker Concerto“ ein abendliches Konzert mit der Pianistin Magdalena Müllerperth auf dem Programm. (the)

Rudolf Wesner

Westöstlicher Diwan aus Harfenklängen

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Neujahrskonzert im Murrer Bürgersaal: Ein Neujahrskonzert voller reizvoller musikalischer Kontraste bot die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim unter der Leitung ihres Gründers Peter Wallinger am vergangenen Wochenende insgesamt dreimal.

Die Reihe wurde am Samstagabend im Murrer Bürgersaal eröffnet und in diesem Jahr schien es, als hätte das inzwischen in der Gemeinde zur Tradition gewordene Neujahrskonzert besonders viele Musikfreunde angezogen.

Mit Gluck in Mekka

Wer dabei war, kam voll auf seine Kosten, denn zum ersten Mal gab es in Murr ein Programm, in welchem die Harfe im Mittelpunkt stand. Die Harfenistin Anne-Sophie Bertrand aus Paris konnte Wallinger für die Neujahrskonzerte gewinnen. Der Orchesterleiter hatte auch wieder eine Rarität aus einem Notenarchiv ausgegraben. Von Christoph Willibald Gluck war das kaum bekannte Werk „Die Pilger von Mekka“ zu hören. In dem kurzen Stück ließ es Gluck kräftig orientalisch klingen, weshalb er den Streichern auch zwei Flöten und Schlagwerk hinzugesellte. Spritzig und temporeich führte die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim diese Komposition aus.

Das Klavierkonzert A-Dur, KV 414, von Wolfgang Amadeus Mozart erklang in einer interessanten Bearbeitung für Harfe und Streicher. Auf der Harfe gespielt, wirkte der für das Klavier geschriebene Solopart filigraner und zauberischer. Anne-Sophie Bertrand interpretierte diesen mit überaus sensiblem Anschlag der Saiten elegant als zartes Klanggewebe. Dabei entfaltete sie ihre beeindruckende Virtuosität. Diese zeigte sich in den kunstvoll ausgeführten Kadenzen. Das Orchester begleite sie mit brillanter Streicherfülle.

Auch in zwei Tänzen für Harfe und Orchester von Claude Debussy beglücke das Zusammenspiel des Soloinstruments mit dem Orchester. Elegische Stimmung beherrschte den „Danse sacrée“, dem Anne-Sophie Bertrand einen verklärten Ausdruck verlieh. Dagegen war der „Danse profane“ von bewegten Klangfiguren auf der Harfe geprägt, die von einem ruhigeren Melodiestrom unterlegt waren. Das Impromptu, Opus 86, von Gabriel Fauré, dem Vorreiter des französischen Impressionismus, gab Anne-Sophie Bertrand Gelegenheit, ihre sensible Gestaltungskraft nachdrücklich auszubreiten. Der Virtuosin gelang es, der Weltentrücktheit und Verklärtheit der Komposition in ihrer Interpretation Ausdruck zu verleihen.

Auch in Bietigheim

Noch einmal entführten die Musiker die Konzertbesucher in den Orient. Aus der Musik zum Ibsen-Drama „Peer Gynt“ von Edvard Grieg waren die Sätze „Anitras Tanz“ und „Arabischer Tanz“ zu hören. Mit seidig feinem Klang führten die Streicher das erste Stück aus. Doch im „Arabischen Tanz“ zelebrierten sie noch einmal mit Flöten und Schlagwerk verdichtet morgenländisches Klangkolorit in schönster Vollendung, weshalb daraus noch ein Teil als Zugabe gespielt wurde. Das Konzert wurde am Sonntagvormittag nochmals in Mühlacker und nachmittags in der Bietigheimer Kelter gegeben.

Rudolf Wesner