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Herausragende Solisten

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Gefällig und gleichzeitig kraftvoll präsentiert sich die Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim auf ihrer neue Live-CD. Herausragende Rollen spielen die Solisten.

Die vorliegende Doppel-CD der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim ist der dreizehnte Silberling aus der Reihe „Kammersinfonie live“ und gibt unter der Leitung von Peter Wallinger einen Überblick über die Werke der zurückliegenden Saison.

Dabei wurde mit dem Intro der „Ungarischen Tänze“ von Johannes Brahms, vor allem mit der Nummer 5 g-moll, ein bekanntes Werk ausgesucht. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Ungarn „in“. Auch Brahms war fasziniert von der exotischen Ausdruckskraft der sogenannten „Zigeunermusik“ und machte sich 1869 daran, eine erste Sammlung aus Ungarischen Tänzen zu komponieren, denen er bis 1880 weitere folgen ließ. Dass Nummer 5 dann in Filmen wie Charlie Chaplins „Der große Diktator“ und „Bugs Bunny“ Verwendung finden würde, hätte den Romantiker Brahms sicherlich verwundert.

Joseph Haydns Klavierkonzert D-Dur setzt gewiss einen ersten musikalischen Kontrapunkt auf der CD. Es ist das hochemotionale „Un poco adagio“, dessen Zwiesprache der Streicher mit Marina Müllerperth am Klavier heraussticht. Alles fließt, bleibt dabei doch zurückhaltend, um dann in das tänzerische „Rondo all‘ Ugarese“ zu münden. Die Kadenzen mit ihren harmonischen Schlusswirkungen von Marina Müllerperth zählen zu den schönsten Klangerlebnissen dieser Sammlung.

Das nachfolgende Klavierkonzert Nummer 2 d-moll von Felix Mendelssohn Bartholdy klingt wie eine Zwischennummer, entstand es doch direkt nach der Hochzeitsreise mit seiner Frau Cecile. Und der mit Mendelssohn befreundete Robert Schumann zählte das Werk zu Mendelssohns „flüchtigsten“ Erzeugnissen. „Es ist, als wenn man an einem Baum schüttelt, die reife, süße Frucht fällt ohne weiteres herab.“ Trotzdem: Das Adagio mit Magdalena Müllerperth am Klavier mag man festhalten, wenngleich es am Ende dann doch wie ein leichter Vogel davonfliegt. Magdalena Müllerperth bestreitet am Ende der ersten CD dann auch die Französische Suite Nummer 5 G-Dur von Johannes Sebastian Bach und unterstreicht kraftvoll ihr hohes Können als Solisten.

Als Mozart-Fan muss man vor der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim immer wieder den Hut ziehen. Auf der zweiten CD wird mit dem Divertimento B-Dur eingestiegen, obwohl Mozarts Kammermusikwerke nicht so sehr im Zentrum seines Schaffen stehen. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass Mozart besonders auf dem Gebiet der Streichquartette und Violinsonaten auch Werke geschrieben hat, die zu den meistgespielten ihrer Gattung gehören. Und eben dies tut die Kammersinfonie Bietigheim.

In Carl Maria von Webers Klarinettenkonzert B-Dur glänzt Sebastian Manz als Solist. Der erste Satz beginnt mit den Streichern. Sie legen einen Klanggrund aus wenigen Akkorden, über dem sich die Klarinette von Manz in hoher Lage melodiös entfaltet. Weber nannte das Finale „fröhliches Allegro“. Musikalischer Humor in der Art eines Galopps, der im Feuerwerk der Manz-Klarinette endet. Als Ausgleich schließt sich ganz entspannt Heinrich Josef Baermanns Adagio Des-Dur für Klarinette und Streicher an.

Mit „Sommernacht“ von Othmar Schoeck widmet sich die Kammersinfonie einem Außenseiter – und schafft einen der wahren Höhepunkte diese CD. Ein spröder und wehmütiger Grundton fängt einen ein, in allem ein Wechselspiel, bis zum Ende hin letztendlich ein Klangbild reiner Schönheit.

Der Abschluss zeigt sich als großes musikalisches Theater, Bartholdys „Sommernachtstraum“ zu Shakespeares gleichnamiger Komödie. Die einsätzige Ouvertüre komponierte Mendelssohn im Sommer 1826 im Alter von nur 17 Jahren. Diejenigen, die Shakespeares Lustspiel, 215 Jahre vor Mendelssohn Geburt geschrieben, noch nicht kennen, erahnen eine geheimnisvolle Märchenwelt voller Elfen und tanzender Rüpel. Die Unbeschwertheit in dieser Musik kann man hören, es spiegelt sich musikalisch eine luftige Stimmung.

Info Die CD „Kammersinfonie live 2015“ gibt es zum Preis von 15 Euro zu bestellen unter Telefon (07043) 4 04 10 oder per Mail: cd@sueddeutsche-kammersinfonie.de.

Jörg Palitzsch

Wiederhörens-Freude

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Neue CD „live 2015“ präsentiert Aufnahmen aus der Region

Auf der CD sind Aufnahmen aus dem Mühlacker Uhlandbau oder der Lienzinger Liebfrauenkirche zu hören. pm.

Konzertbesucher dürfen sich doppelt freuen, wenn sie dank nachgelieferter Live-Aufnahme das Erlebte mit Erinnerungen bereichern können. Die Doppel-CD „live 2015“ von Peter Wallingers sueddeutscher kammersinfonie bietigheim bietet mit Aufnahmen aus den Veranstaltungsreihen „MühlackerConcerto“ im Mühlacker Uhlandbau, „Musikalischer Sommer“ in der Lienzinger Frauenkirche und im Kronenzentrum Bietigheim diesen Reiz. Ein weiterer regionaler Bezug kommt hinzu, denn die in Maulbronn-Schmie beheimateten Pianistinnen Magdalena und Marina Müllerperth präsentieren sich auf der CD von ihren besten Seiten.

Zusammen mit der Kammersinfonie interpretiert Marina Müllerperth Joseph Haydns Klavierkonzert D-Dur mit einem herrlich frischen, im Klavierpart lebhaft perlenden ersten Satz, mit verträumten, vom Orchester weich umspielten Linien des Soloinstruments im langsamen Satz und mehrfach temperamentvoll einsetzenden, dynamisch vorwärtsdrängenden Skalen im rasanten Finale.

In der Wiedergabe von Mendelssohn-Bartholdys Klavierkonzert Nr.2 d-Moll (op.40) mit Magdalena Müllerperth ist auch in den dialogischen Abschnitten zwischen Klavier und Orchester zu spüren, wie sich Wallinger und sein Orchester bemühen, die Meisterpianistin ins rechte Licht zu rücken. Und das strahlt hell: Spannungsgeladen-federnder Anschlag, leidenschaftliches Auftrumpfen, zarte Melodiebögen und geschmeidig modellierte Übergänge sowie kraftvolle Attacken sind ihre Markenzeichen.

Den Höhepunkt der Doppel-CD bildet freilich die Aufnahme des Klarinettenkonzerts B-Dur von Carl Maria von Weber mit dem herausragenden Klarinettisten Sebastian Manz, der 2008 in München beim ARD-Wettbewerb einen sensationellen ersten Preis gewann. Das Allegro gleicht einem zur Orchester-Untermalung wild gewirbelten Bläser-Reigen. Im Adagio zelebriert Wallinger mit seinem Orchester und dem Solisten schwermütig verdämmernden Liedgesang. Das Menuett kommt überaus fröhlich daher, das Rondo mit virtuos tänzerischem Solopart. Zudem bietet Heinrich Josef Baermanns Adagio Des-Dur für Klarinette und Streicher romantische Klangpoesie.

Drei vom Orchester mit Folklore-Akzenten ausgestattete Ungarische Tänze von Johannes Brahms, Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento B-Dur (KV 137), Othmar Schoecks selten gespielte „Sommernacht“ (Intermezzo nach dem Gedicht von Gottfried Keller) und Mendelssohns Sommernacht-Ouvertüre sorgen für musikalisch bunte Farben. Die gute Tonqualität der CD garantiert ungetrübten Hörgenuss.

Eckehard Uhlig

Sternstunden auf CDs gebannt „sueddeutsche kammersinfonie bietigheim“ veröffentlicht weiteres Doppelalbum mit den Highlights aus dem Jahr 2015

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„Leidenschaft der Töne“, „Sommerliche Matinee“ und „Zauber der Romantik“: Schon die Titel der Konzerte klingen gut. Noch besser tönt die jetzt erschienene Doppel-CD, auf der Highlights der Auftritte der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim enthalten sind.

Konzertabend im Uhlandbau mit Erinnerungswert: Im März haben die Schwestern Magdalena (Foto) und Marina Müllerperth gemeinsam mit der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim unter der Leitung von Dirigent Peter Wallinger das Jubiläumskonzert des Mühlacker Tagblatt zu einem Erlebnis gemacht. Foto: Fotomoment

Enzkreis. Es ist eine bewährte Tradition: Die Freunde der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim dürfen sich jedes Jahr aufs Neue auf eine CD-Dokumentation freuen, die Live-Mitschnitte aus Konzerten des Ensembles enthält, mit denen die Musiker ihr Publikum in der Lienzinger Frauenkirche, im Uhlandbau in Mühlacker und im Kronenzentrum Bietigheim-Bissingen in die Welt der klassischen Musik entführen. Die Nummer 13 der Reihe fasst nun zusammen, was das Jahr 2015 an außergewöhnlichen musikalischen Leckerbissen zu bieten hatte.

Wer am 7. März das im Rahmen der Reihe „MühlackerConcerto“ dargebotene Jubiläumskonzert der Elser Gruppe im Uhlandbau erlebt hat, der wird seine Erinnerung gern mit dem auf Teil eins der Doppel-CD verewigten Mitschnitt auffrischen. Zu hören sind die ebenso spritzig wie präzise gespielten Ungarischen Tänze Nummer 1, 5 und 6 von Johannes Brahms sowie die Klavierkonzerte D-Dur von Joseph Haydn und d-moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Als Solistinnen legen die aus Schmie stammenden Pianistinnen Marina und Magdalena Müllerperth weitere Kostproben ihres Könnens ab. Dank ihrer technischen Souveränität und interpretatorischen Reife brauchen sie die Aufnahmesituation nicht zu fürchten, die keinerlei Netz und doppelten Boden bereithält.

Ebenfalls über jeden Zweifel erhaben sind die Fähigkeiten des 1986 geborenen Klarinettisten Sebastian Manz, der sich bei der „Sommerlichen Matinee“ im Juli 2015 im Rahmen des „Musikalischen Sommers“ mit dem Klarinettenkonzert in B-Dur von Carl Maria von Weber und dem Adagio in Des-Dur von Heinrich Josef Baermann vorstellte. Die Wandlungsfähigkeit seines Tons beeindruckte das Publikum und fasziniert auch den Hörer der CD, der im Klang des Blasinstruments immer wieder neue Facetten der menschlichen Stimme zu erkennen scheint.

Die sueddeutsche kammersinfonie bietigheim erweist sich als ausdrucksstarke Begleiterin, überzeugt aber auch, wenn sie selbst die Hauptrolle spielt. Makelloser Streicherklang kennzeichnet das Divertimento in B-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart, das ebenfalls in der Frauenkirche zur Aufführung kam. Als Tonmaler betätigen sich die Musiker in Othmar Schoecks Intermezzo „Sommernacht“, das dank der ausgefeilten Ausdeutung Bilder vor dem inneren Auge wachruft. Spielfreudig und mit imponierender Leichtigkeit träumt das Orchester unter seinem Leiter Peter Wallinger Felix Mendelssohn Bartholdys „Sommernachtstraum“. Aufgeführt wurde die Ouvertüre im Dezember in Bietigheim-Bissingen unter der Überschrift „Zauber der Romantik“, und beim Hören der CD könnte die Schwere der kalten Jahreszeit wie von Zauberhand einem Gefühl sommerlicher Lebensfreude weichen.

Die Doppel-CD „sueddeutsche kammersinfonie bietigheim live 2015“ ist ab sofort erhältlich in der Buchhandlung Krüger Maulbronn, über das Sekretariat „MühlackerConcerto“, Sternenfelser Straße 13, 75447 Diefenbach, Telefon 07043/7512, E-Mail susanne@boekenheide.net, und bei Buch-Elser an der Bahnhofstraße. Abonnenten des Mühlacker Tagblatt erhalten die Doppel-CD dort um zwei Euro günstiger.

Carolin Becker

Musiker laden Zuhörer zu Winterreise ein

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Süddeutsche Kammersinfonie und eine herausragende Bratschistin begeistern das Publikum

Die Bratschistin Hiyoli Togawa begeistert mit ihrem ausdrucksstarken Spiel beim Neujahrskonzert der Süddeutschen Kammersinfonie. Foto: Appich

Ein erfrischender Klangkörper, eine herausragende Bratschistin und zwei sprachgewandte Vortragskünstler haben am Sonntag mit mehr als 150 Gästen eine musikalisch-literarische „Winterreise“ unternommen.

Mühlacker. Die Süddeutsche Kammersinfonie unter der Leitung von Peter Wallinger hatte im Rahmen der Konzertreihe „MühlackerConcerto“ zu einer Matinee mit Musik von Franz Schubert und Leos Janáček geladen, und zum winterlichen Melodienreigen passten sowohl die Gedichte, die Nathalie Cellier und Peter Steiner vortrugen, als auch die Schneeflocken, die draußen leise rieselten.

Mit erfrischenden, beschwingten Tanzliedern eröffnete das Streichorchester das vormittägliche Klangerlebnis, und die beiden Schauspieler des Karlsruher Xenia-Theaters rezitierten deutsche und französische Texte von Matthias Claudius, Friedrich Hölderlin und Elodie Santos und betrachteten Winternacht und Winterabend in Worten von Gottfried Keller und Georg Trakl. In einer eigens für diese Matinee verfassten Bearbeitung von vier Liedern aus Schuberts Zyklus „Die Winterreise“ verzückte die mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnete Solobratschistin Hiyoli Togawa das Mühlacker Publikum. Sie verstand es, den Konzertbesuchern den besonderen Charakter des lyrischen „Ichs“ im Stück „Wetterfahne“ nahezubringen und die stakkatohaft symbolisierten „Gefrorenen Tränen“ zu versinnbildlichen, das tempogeladene Erwachen des Frühlings musikalisch darzustellen und ein ergreifendes Abbild des schlichten, wunderlichen „Leiermanns“ mit Tönen zu malen. Ihr zweiter Auftritt nach drei von der Kammersinfonie in Perfektion vorgetragenen Sätzen der Suite für Streichorchester von Leos Janáček erinnerte die Solistin musikalisch an ein Kuriosum des Instrumentenbaus, dem Franz Schubert mit der „Arpeggione-Sonate“ ein bleibendes Andenken schuf, und Togawa spielte dessen Part in der Fassung für Viola und Streichorchester mit einem melodisch-warmen Ton.

Das nächste Konzert der Süddeutschen Kammersinfonie im Uhlandbau findet am 19. März statt und steht im Zeichen von „Impressionen aus Ost“.

Rainer Appich

Mit dem Orchester auf Winterreise

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Konzert der „sueddeutschen kammersinfonie bietigheim“ in der Kelter

Dirigent Peter Wallinger und die Solistin Togawa an der Viola. Foto: Martin Kalb

Bietigheim-Bissingen. Originell zusammengestellte musikalische und literarische Köstlichkeiten verpsrach das Neujahrskonzert der „sueddeutschen kammersinfonie bietigheim“, das am Sonntag in der Bietigheimer Kelter aufgeführt wurde.

Unte der Leitung von Peter Wallinger begaben sich alle auf „Eine Winterreise“ mit Musik von Franz Schubert und Leos Janáek. Im Mittelpunkt standen die vier Lieder „Wetterfahne“, „Gefrorene Tränen“, „Frühlingstraum“ und „Der Leiermann“ aus Schuberts „Winterreise“ in einer eigens für das Konzert verfassten Bearbeitung für Solo-Viola und Streichorchester. Den Solopart spielte die preisgekrönte Bratschistin Hiyoli Togawa, deren Solodebüt bei der Mühlacker Gartenschau und in der Frauenkirche Lienzingen im September vergangenen Jahres mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Auch in Schuberts beliebter „Arpeggione“Sonate agierte sie gekonnt als Solistin.

Eine interessante Variation stellten die einzelnen Sätze aus Janáeks Suite für Streichorchester und verschiedene Tänze von Schubert dar. Passend zur Musik wurden Gedichte zum Thema „Winter“ von Friedrich Hölderlin über Ulla HAhn und Hermann Hesse bis erich Kästner vorgetragen von Nathalie Cellier und Peter Steiner vom Xenia-Theater Karlsruhe.

Von Bratschen-Soli gekrönt: Stimmungsvolle Neujahrs-Matinee

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mit Gedichten und virtuos gespielter Musik

Herausragend: Hiyoli Togawa Foto: Henkel

Mühlacker. Peter Wallinger und seine Mitstreiter sind originell. Die Neujahrs-Matinee der von ihm geleiteten sueddeutschen kammersinfonie führte nicht in das Reich der Walzer, Polkas und Operetten, vielmehr wurde im Mühlacker Uhlandbau für das begeisterte Publikum ein Poesie-Strauß aus stimmungsvollen Gedichten und musikantischen Orchester-Stücken gebunden.

Jahreszeitlich passend dem Winter gewidmet, wobei auch im übertragenen Sinn frühlingshafte Sonnenstrahlen die Kälte aufmischten. Elegant musizierte das Streichorchester und stattete nicht nur die „Deutschen Tänze“ von Franz Schubert (aus D 90) und dessen Menuett Nr. 3 d-Moll (aus D 89) mit spielfreudig herausgearbeiteten Akzenten aus. Kunstvoll rezitierte das Schauspieler-Duo Nathalie Cellier und Peter Steiner vom deutsch-französischen Xenia-Theater dazu Winter-Lyrik von Matthias Claudius, Friedrich Hölderlin, Gottfried Keller, Georg Trakl, Hilde Domin, Droste-Hülshoff und Hermann Hesse – auch mimisch-gestisch begleitet und von zauberhaften Überleitungen zu den Musiknummern ergänzt. Zudem hatte Simon Wallinger vier Lieder aus Schuberts Zyklus „Die Winterreise“ sinnfällig für Soloviola und Streicher bearbeitet, die nun mit faszinierendem Bratschen-Gesang Wirkung erzielten.

Ohnehin war Solistin Hiyoli Togawa mit ihrer Viola das Ereignis der Konzert-Matinee. Nachdem die beiden Vortragskünstler mit Erich Kästners karnevaleskem „Februar“-Gedicht für heitere Pointen gesorgt hatten, interpretierte die exzellente Bratschistin zusammen mit der Kammersinfonie unter Peter Wallingers Leitung Schuberts „Arpeggione“-Sonate (D 821). Die schwebende Klarheit des Orchesters und der sangliche, samtweich-dunkle Ton der Viola erzeugten einen Klang wie aus einem Guss, der auch in rasanten Passagen von virtuosen Bratschen-Soli gekrönt wurde.

Eckehard Uhlig

Neujahrskonzert erstmals ausverkauft

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Knapp 200 Zuhörer bei der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim unter Leitung von Peter Wallinger

Neujahrskonzert in Murr, mit der Kammersinfonie. Foto: Holm Wolschendorf

Passend zum ersten Schnee des Winters, stand das Neujahrskonzert unter dem Motto „Eine Winterreise“. Für Schubert-Fans eine Gelegenheit in Romantik zuschweigen.

Kulturamtsleiter Matthias Bader freute sich riesig. Erstmals in über 20 Jahren war das Konzert der SÜddeutschen Kammersinfonie Bietigheim uasverkauft. Unter den knapp 200 Zuhörern im Bürgersaal seien rund 8 Prozent Stammgäste, die sich schon lange vor dem Auftritt die Karten sicherten, schätzt er. Traditionell spielt sich das Ensemble unter der Leitung von Peter Wallinger hier in Murr für die Auftritte in der Heimatstadt und in Mühlacker warm.

Auf dem Programm stand hauptsächlich Franz Schubert mit den deutschen Tänzen Nummer eins und drei. Die Lieder „Wetterfahne“, „Gefrome Tränen“, „Frühlingstraum“ und „Der Leiermann“ aus dem Zyklus Winterreise. Das Menuett NR. drei in d-Moll und die „Arpeggio“-Sonate. Dazu wurden drei Sätze aus der Suite für Streichorchester des tschechischen Komponisten Leos Janacek aufgeführt.

Herausragend, mit welcher Leichtigkeit und sensibler Raffinesse die Musiker die Stücke interpretierten. Hervorzuheben ist dabei unbedingt die Konzertmeisterin Sachiko Kobayashi, die musikalische Zwiesprache mit der Solistin Hiyoli Togawa an der Viola hielt. Mit viel Gefühl waren die beiden die Reiseleiterinnen durch eine verschneite Winterlandschaft, die aber außerordentliche und stimmungsvolle Wärme verbreiteten.

Der Gründer und Leiter der Bietigheimer Kammersinfonie setzt Akzente und er führt die Musiker zu empathischem Ausdruck. Gemälde von Landschaften entstehen beim zuhören in den Köpfen, bei den Tänzen kribbelt es in den Beinen.

Musik wird so mit allen Sinnen erlebbar. Auch weil etwa die Texte der Lieder aus der Winterreise dem Programm zum Mitlesen beigelegt waren.

Auch so war der musikalische Abend mit literarischen Noten gewürzt. Nathalie Cellieiir und Peter Steiner vom Xenia-Theater Karlsruhe lasen Gedichte und Texte namhafter Schriftsteller. Erheiterndes wie Claudius‘ „Ein Lied hinterm Ofen zu singen“, dem Schiller’schen „Punschlied“ oder Kästners Beschreibung des Februar. Hönderlin wurde zitiert, Keller, Trakl und Domin soie Ulla Hahn, Annette von Droste-Hülshoff und Hermann Hesse. Auch Sprache wird so zur Melodie. Insbesondere wenn Cellier das Gedicht „Toile d’Hiver“ auf Französisch sprach. Das Publikum ist wie in einen Bann gezogen, immer bevor sich begeisterter Applaus seinen Bann bricht, herrscte eine beinahe andachtsvolle Stille, in der man Stecknadel fallen hören könnte. Die Künstler bescherten dem Publikum einen grandiosen, sehr stimmungsvollen Abend. Ein leicht verspätetes Weihnachtsgeschenk, auf das es sich absolut zu Warten lohnte.

Thomas Faulhaber

Sommernachtstraum im Advent

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„Zauber der Romantik“ überschrieb – passend zur Vorweihnachtszeit – die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim ihre Adventskonzerte im Bietigheimer Kronenzentrum und im Uhlandbau in Mühlacker. Als Solistin wirkte wieder einmal die aus Sachsenheim stammende Geigerin Ursula Schoch mit, heute Konzertmeisterin am Amsterdamer Concertgebouw.

Ursula Schoch(vorn) brillierte als Solistin beim Gastspiel in der Heimat. Foto: Oliver Bürkle

Das winterliche Konzert begann mit dem wohl bekanntesten Werk von Felix Medelssohn Bartholdy: „Ein Sommernachtstraum“, Musik zu Shakespeares gleichnamiger Komödie. erst 17 Jahre alt war der 1809 in Hamburg geborne Komponist, als er im Sommer 1826 die einsätzige Ouvertüre schrieb. Nach der Uraufführung in Abraham Mendelssohns Wohnhaus, dem ehemaligen Preußischen Herrenhaus in Berlin, im Rahmen der sogenannten „Sonntagsmusikern“, fand die öffentliche Erstaufführung im Februar 1872 in Stettin statt. Danach vergingen rund eineinhalb Jahrzehnte, bis der Komponist 1842, auf Wunsch des preußischen Königs Wilhelm IV., als op. 61 die mehrsätzige Bühnenmusik zu der Shakespeare-Komödie schrieb. Dieser Teil wurde dann im Oktober 1843 in Potsdam uraufgeführt.

Im Kronenzentrum erklangen jetzt die mit vier Bläserakkorden beginnende Ouvertüre, in der Mendelssohn Bartholdy sozusagen die ganze Welt dieses „Sommernachtstraums“ ausschreitet, in der man Elfen und Oberon begegnet, in der lyrisches ebenso wenig fehlt wie eher Derbes, und dazu vier teile der Bühnenmusik. Locker, beschwingt wurde der erste Satz interpretiert, erzählend, etwas aufwühlend, aber auch dahinplätschernd der zweite. Der dritte Satz erinnerte an die Jagd und im vierten sah man sich mit einer Art Bauerntanz konfrontiert.

Peter Wallinger, der in der Kapellmeisterklasse von Thomas Unger ausgebildete Gründer und Leiter des Orchesters, erwies sich als ein ebenso einfühlsamer wie ausdrucksstarker Interpret der „Sommernachtstraum“-Musik.

Vor der Pause kam noch der rund fünf Minuten dauernde „Valse triste“ von Jean Sibelius zur Aufführung. Nachdem der finnische Komponist eine Bühnenmusik zu Arvid Järnefelts Drama „Kuolema“ geschrieben hatte, bearbeitete er 1904, zwei Jahre nach der Uraufführung, drei Stücke aus seinem op. 44 neu. Eines davon ist der so entstandene Konzertwalzer, ein getragenes, fast schwermütig klingendes Stück Musik, was nicht wundernimmt, wenn man weiß, dass „Der Tod“ der Titel des ursprünglichen Dramas ist.

Der zweite Teil des Konzerts gehörte dem Violinenkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms. Entstanden im Sommer 1878 in Pörtschach, uraufgeführt am 1. Janur 1879 in Leipzig, unter der Leitung des Komponisten, mit Joseph Joachim als Solist, dem das Werk auch gewidmet ist, handelt es sich sabei um das einzige Violinkonzert von Brahms, mit dem sich wieder einmal das Problem der Beethoven-Nachfolge stellte. Bezüge gibt es zu Brahms´am selben Ort, ein Jahr früher entstandener, zweiter Symphonie. Das betrifft zunächst ganz allgemein den Ton der Komposition, die vorherrschende Heiterkeit und scheinbar unproblematische Musizierfreude, die viele Kommentatoren auf die Stimmung am Wörthersee zurückgeführt haben. Nicht genug damit, in beiden Werken stehen alle Sätze in Dur. Die Grundtonart ist D-Dur, der langsame Satz der Symphonie greift zur kleinen Unterterz H-Dur aus, der des Violinkonzerts zur kleinen Oberterz F-Dur. Am meisten trägt der dritte Satz dem Anspruch solistischen Konzertierens Rechnung.

Dabei besonders, aber auch ganz allgemein, wurde ihm Ursula Schoch – die bei Sascha Gawriloff an der Kölner Musikhochschule studierte, 1990 bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen als SOlistin debütierte und seit fünf Jahren Konzertmeisterin des Königlichen Concertgebouw-Orchesters ist – mit klangreinem, nuancenreichem, ebenso bewegtem wie präzis klarem und expressivem Spiel auf ihrer von Giovanni Battista Guadagnini im 18. Jahrhundert gebauten Violine gerecht. Als Zugabe zum Romantik-Konzert spielte sie virtuos ein barockes Bach-Adagio.

Dieter Schnabel

Romantische Erlebnisreise

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Mit Brahms großem Violinkonzert lassen Violin-Solistion ursula Schoch und die „sueddeutsche kammersinfonie bietigheim“ im Kronenzentrum Gefühle sprechen.

Bietigheim. Die Adventszeit ist günstig, um in die romatische Seite der klassischen Musik einzutauchen. Ein besonderes geschenk zum Nikolaustag machte die „süddeutsche kammersinfonie bietigheim“ ihrem Publikum mit einem Konzert zum zweiten Advent, das Violinvirtuosin Ursula Schoch zurück in ihre Heimat holte. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, als sie im Bietigheimer Kronenzentrum Johannes Brahms zeitlos faszinierendes Violinkonzert hören ließ. Die „sueddeutsche kammersinfonie bietigheim“ ließ es knistern vor Spannung am Sonntagabend. Jeder wusste, dass es ein Wiedersehen geben wird mit Ursula Schoch, der Ludwigsburgerin, die bekanntlich als Violinvirtuosin eine Weltkarriere hinlegt. Das Profiorchester unter Peter Wallinger schickte ihr als besonderen „Zauber der Romantik“ Felix Mendelsohn-Batholdys „Ein Sommernachtstraum“ voraus und erinnerte damit an Shakespeares gleichnamige Komödie. Es war der Sommernachtstraum in einer kühlen Sommernacht, keine Spur von schwüler Trägheit.

Schon in der Ouvertüre machte Dirigent Peter Wallinger Tempo und hielt damit die Streicher dennoch nicht davon ab, ihr schönes „Hexenlachen“ auszubilden. Erste Anklänge an Melancholie, Dramatik und schicksalhafte Wendungen deuteten sich an. Die Verzahnung von Streichern und Bläsern wob ein Klangbett, auf dem sich erstklassig das Werk erhob. Die Illusion eines Sommernachtstraums schimmerte im melodischen Passagen mit lyrischen themen in allen Stimmen. Als überraschendes Nikolaus-Präsent gab das Orchester schon vor der Pause eine Zugabe, den Valse Triste von Sibelius.

Auf diesem Parkett fühlte sich die Violinsolistin sichtlich wohl, wusste sie doch ein starkes Orchester hinter sich und tauchte ein in Brahms‘ Lyrik, die zwischen ungarischem Heißblut, vor allem im dritten Satz, undpoetischen Stimmungslagen hin- und hertingelt. Brahms Violinkonzert ist das Konzert der wiederkehrenden Anläufe, bis sich endlich ganz oben in schwindelerregenden Tonregionen wie ein Aufschrei, die Stimmung entlädt.

Ursula Schoch ist Meisterin darin, sich von dem emotionalen Werk nicht den Boden unter den Füßen wegziehen zu lassen. Sie kletterte behende, in der Intonation blitzsauber, hinauf, in die Höhenregionen und gab dem Spitzenton ihr eigenes Kolorit. Ihr Spiel regierte einmal mehr die Posie. Nicht zum ersten Mal stand Ursula Schoch mit der Kammersinfonie Bietigheim auf der Bühne. Natürlich intonierte Schoch auswendig. Themen riss sie an, schwenkte scheinbar launisch mittendrin zum nächsten, verknüpfte Melodiefetzen zu einem Traumgespinst und lebte den Moment bis zum Triller, der das Orchester zurück auf den Plan rief.

Susanne Yvette Walter

Romantischer Zauber zur Adventszeit

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Die „sueddeutsche kammersinfonie bietigheim“ gastiert im Uhlandbau – Ursula Schoch als Solistin an der Violine

Solistin Ursula Schoch im musikalischen Zwiegespräch mit Dirigent Peter Wallinger. Foto: Fotomoment

„MühlackerConcerto“ heißt die musikalische Reihe, in deren Rahmen die „sueddeutsche kammersinfonie bietigheim“ ein Adventskonzert im Uhlandbau in Mühlacker gab. Passend zu dieser vorweihnachtlichen Zeit hieß das Programm „Zauber der Romantik“.

Mühlacker. Das Konzert begann mit dem wohl bekanntesten Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy: „Ein Sommernachtstraum“, Musik zu Shakespeares gleichnamiger Komödie. Erst 17 Jahre alt war der 1809 in Hamburg geborene Komponist, als er im Sommer 1826, nach der Lektüre von Shakespeares gleichnamiger Komödie, in der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, als op. 21 die einsätzige Ouvertüre schrieb. Nach der Uraufführung in Abraham Mendelssohns Wohnhaus, dem ehemaligen Preußischen Herrenhaus in Berlin, im Rahmen der sogenannten „Sonntagsmusiken“, fand die öffentliche Erstaufführung im Februar 1827 in Stettin, unter der Leitung von Carl Loewe, statt. Danach vergingen rund eineinhalb Jahrzehnte, bis der Komponist 1842, auf Wunsch des preußischen Königs Wilhelm IV., als op. 61 die mehrsätzige Bühnenmusik zu der Shakespeare-Komödie schrieb. Dieser Teil wurde dann im Oktober 1843 in Potsdam uraufgeführt.

Im Uhlandbau in Mühlacker erklang jetzt die mit vier Bläserakkorden beginnende Ouvertüre, in der Felix Mendelssohn Bartholdy sozusagen die ganze Welt dieses „Sommernachtstraums“ ausschreitet, in der man Elfen und Oberon begegnet, in der Lyrisches ebenso wenig fehlt wie eher Derbes, und dazu vier Teile der Bühnenmusik, Scherzo – Allegro vivace, Intermezzo – Allegro appassionato, Notturno – Andante di molto und ein Tanz von Rüpeln – Allegro di molto. Locker, beschwingt wurde der erste Satz interpretiert, erzählend, etwas aufwühlend, aber auch dahinplätschernd der zweite. Der dritte Satz erinnerte an die Jagd, und im vierten sah man sich mit einer Art Bauerntanz konfrontiert.

Peter Wallinger, der in der Kapellmeisterklasse von Thomas Unger ausgebildete Gründer und Leiter des Orchesters, der im In- und vor allem im osteuropäischen Ausland als Gastdirigent tätig ist, erwies sich als ein ebenso einfühlsamer wie ausdrucksstarker Interpret der „Sommernachtstraum“-Musik.

Vor der Pause kam noch der rund fünf Minuten dauernde „Valse triste“ von Jean Sibelius zur Aufführung. Nachdem der finnische Komponist eine Bühnenmusik zu Arvid Järnefelts Drama „Kuolema“ geschrieben hatte, bearbeitete er 1904, zwei Jahre nach der Uraufführung, drei Stücke aus seinem op. 44 neu. Eines davon ist der so entstandene Konzertwalzer, ein getragenes, fast schwermütig klingendes Stück Musik, was nicht wundert, wenn man weiß, dass „Der Tod“ der Titel des ursprünglichen Dramas ist.

Der zweite Teil des Orchesterkonzerts gehörte dem Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms. Entstanden im Sommer 1878 in Pörtschach, uraufgeführt am 1. Januar 1879 in Leipzig, unter der Leitung des Komponisten, mit Joseph Joachim als Solist, dem das Werk auch gewidmet ist, handelt es sich dabei um das einzige Violinkonzert von Brahms, mit dem sich wieder einmal das Problem der Beethoven-Nachfolge stellte.

Verwandte Bezüge gibt es zu der am selben Ort, ein Jahr früher entstandenen 2. Symphonie op. 73 von Johannes Brahms. Doch nicht genug damit, in beiden Werken stehen alle Sätze in Dur. Die Grundtonart ist D-Dur, der langsame Satz der Symphonie greift zur kleinen Unterterz H-Dur aus, der des Violinkonzerts zur kleinen Oberterz F-Dur. Gestaltenreich ist der 1. Satz, Allegro non troppo. Einer „unendlichen Melodie“, wie Richard Wagner meinte, gleicht der 2. Satz, Adagio, der sich in „einem engen gedanklichen Rahmen bewegt“. Am meisten trägt der 3. Satz, Allegro giocoso, ma non troppo vivace, dem Anspruch solistischen Konzertierens Rechnung.

Dabei besonders, aber auch ganz allgemein, wurde die in Ludwigsburg geborene Ursula Schoch, die bei Sascha Gawriloff an der Kölner Musikhochschule studierte, 1990 bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen als Solistin debütierte und seit fünf Jahren Konzertmeisterin des Königlichen Concertgebouw-Orchesters Amsterdam ist, mit klangreinem, nuancenreichem, ebenso bewegtem wie präzis klarem und expressivem Spiel auf ihrer von Giovanni Battista Guadagnini im 18. Jahrhundert gebauten Violine gerecht. Als Zugabe zum Romantik-Orchesterkonzert spielte sie virtuos ein barockes Bach-Adagio.

Dieter Schnabel