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Musiktheater weckt Neugier auf Klassik

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„Herr Buffo und der Notendieb“ im Uhlandbau Mühlacker überzeugt junge Hörerschar „Herr Buffo und der Notendieb“ ist der Titel eines spannenden Musik-Krimis, mit dem das Pyrmonter Theater Companie erstmals auch im Uhlandbau Mühlacker innerhalb der Konzertreihe „MühlackerConcerto“ gastierte. In zwei ausverkauften Vorstellungen begeisterte es weit über 500 Schüler der Klassenstufen eins bis fünf aus Mühlacker und den Nachbargemeinden.

Seit vielen Jahren verfolgen die Musiker der „sueddeutschen kammersinfonie bietigheim“ unter der Leitung von Peter Wallinger mit der Pyrmonter Theater Companie von Jörg Schade in erfolgreicher Zusammenarbeit das Konzept „Klassik für Kinder“ als Musiktheater.

Antonio Buffo, meisterhaft verkörpert durch Jörg Schade, ist ein vielbeschäftigter Komponist und Notentüftler, der gemeinsam mit seinem „musikalischen Spitzenteam“ Stücke zu besonderen Anlässen komponiert und Noten repariert. Da hat zum Beispiel der Hund von Herrn Suppengrün beim letzten Gartenfest ein Notenblatt zerfetzt, wobei der wichtige vierte Ton des Motivs von Beethovens Schicksalssinfonie verloren ging. Dieser muss ebenso gefunden werden wie ein rhythmischer Effekt zu Lortzings Holzschuhtanz oder eine Geburtstagsmusik im Auftrag von Fräulein Bockmüller.

Bei alledem wurden die klassenweise angereisten jungen Besucher geschickt in die Handlung mit einbezogen. Mit viel Spaß und großem Eifer beteiligten sie sich klat- schend, singend und aufmerksam zuhörend. Denn viele bekannte Musikstücke wurden passgenau in das Bühnengeschehen eingeflochten, so Ausschnitte aus Smetanas „Moldau“, Griegs „Peer Gynt“, Beethovens „Wut über den verlorenen Groschen“ oder Schumanns „Träumerei“. Mit sichtlichem Vergnügen und schauspielerischem Engagement waren auch die Musiker der Kammersinfonie bei der Sache: Georg F. Meyer an der Klarinette, Michael Makarov an der Violine, Patrick Burkhardt am Violoncello und Simon Wallinger am Klavier.

Zum Inhalt: Eine Tages geschehen in Herrn Buffos bunter Dachkammer äußerst mysteriöse Dinge: Noten geraten durcheinander oder verschwinden ganz. Eine Detektivin – hervorragend gespielt von Dorit Meyer-Gastell –, die zufällig eine Etage tie- fer wohnt und Musik eigentlich nicht besonders liebt, wird eingeschaltet. Zu aller Überraschung entpuppt sie sich selbst als schlafwandelnde Täterin, die am Ende doch noch der Musik etwas abgewinnen kann und sich sogar zu einem Duett mit Herrn Buffo bewegen lässt. Das junge Publikum stimmt in auf Tafeln gezeigten Refrains freudig mit ein.

Eine Stunde spannendes Musiktheater vor kunstvoll gestalteter Dachkammerkulisse, mit exzellent vorgetragener und auf die jungen Hörer fein abgestimmter Musik, gespickt mit vielen, ganz ungezwungenen pädagogischen Einfällen, verging wie im Flug und hinterließ hell begeisterte Kinderherzen.

Mit Musiktheater Neugier auf Klassik geweckt

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„Herr Buffo und der Notendieb“ im Uhlandbau Mühlacker überzeugt junge Hörerschar Mühlacker. Seit vielen Jahren verfolgen die Musiker der „sueddeutschen kammersinfonie bietigheim“ unter der Leitung von Peter Wallinger mit der Pyrmonter Theater Companie von Jörg Schade in erfolgreicher Zusammenarbeit das Konzept „Klassik für Kinder“ als Musiktheater. „Herr Buffo und der Notendieb“ ist der Titel eines spannenden Musik-Krimis aus der Feder des Theaterleiters, mit dem das Ensemble am vergangenen Donnerstag erstmals auch im Uhlandbau Mühlacker innerhalb der Konzertreihe „MühlackerConcerto“ gastierte und in zwei ausverkauften Vorstellungen weit über fünfhundert Schüler der Klassenstufen eins bis fünf aus Mühlacker und Nachbargemeinden begeisterte.

Antonio Buffo, meisterhaft verkörpert durch Jörg Schade, ist ein vielbeschäftigter Komponist und Notentüftler, der gemeinsam mit seinem „musikalischen Spitzenteam“ Stücke zu besonderen Anlässen komponiert und Noten repariert.

Da hat zum Beispiel der Hund von Herrn Suppengrün beim letzten Gartenfest ein Notenblatt zerfetzt, wobei der wichtige vierte Ton des Motivs von Beethovens Schicksalssinfonie verloren ging. Dieser muss ebenso gefunden werden wie ein rhythmischer Effekt zu Lortzings Holzschuhtanz oder eine Geburtstagsmusik im Auftrag von Fräulein Bockmüller.

Bei alledem wurden die klassenweise angereisten jungen Besucher geschickt in die Handlung mit einbezogen. Mit viel Spaß und großem Eifer beteiligten sie sich klatschend, singend und aufmerksam zuhörend. Denn viele bekannte Musikstücke wurden passgenau in das Bühnengeschehen eingeflochten, so Ausschnitte aus Smetanas „Moldau“, Griegs „Peer Gynt“, Beethovens „Wut über den verlorenen Groschen“ oder Schumanns „Träumerei“.

Mit sichtlichem Vergnügen und schauspielerischem Engagement waren auch die Musiker der Kammersinfonie bei der Sache: Georg F. Meyer an der Klarinette, Michael Makarov an der Violine, Patrick Burkhardt am Violoncello und Simon Wallinger am Klavier.

Eine Tages geschehen in Herrn Buffos bunter Dachkammer äußerst mysteriöse Dinge: Noten geraten durcheinander oder verschwinden ganz. Eine Detektivin – hervorragend gespielt von Dorit Meyer-Gastell -, die zufällig eine Etage tiefer wohnt und Musik eigentlich nicht besonders liebt, wird eingeschaltet. Zu aller Überraschung entpuppt sie sich selbst als schlafwandelnde Täterin, die am Ende doch noch der Musik etwas abgewinnen kann und sich sogar zu einem Duett mit Herrn Buffo bewegen lässt. Das junge Publikum stimmt in auf Tafeln gezeigten Refrains freudig mit ein.

Eine Stunde spannendes Musiktheater vor kunstvoll gestalteter Dachkammerkulisse, mit exzellent vorgetragener auf die jungen Hörer fein abgestimmter Musik, gespickt mit vielen, ganz ungezwungenen pädagogischen Einfällen vergeht wie im Flug und hinterlässt hell begeisterte Kinderherzen.

Klassik bewegt und begeistert Kinder

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„Herr Buffo und der Notendieb“: Rund 500 Schüler verfolgen die neue musikalische Reihe im Mühlacker Uhlandbau Mühlacker (an). Peter Wallinger fühlt sich wohl im Uhlandbau. Der musikalische Leiter der „sueddeutschen kammersinfonie bietigheim“ zieht mit seiner Reihe „Mühlacker Concerto“ seit Jahren Musikliebhaber aus nah und fern an. Am gestrigen Donnerstag folgte nun ein deutlich jüngeres Publikum seiner Einladung, einen spannenden Musik-Krimi im Uhlandbau zu erleben. Insgesamt 500 Schüler aus Mühlacker und Diefenbach sahen und hörten das Stück „Herr Buffo und der Notendieb“, das Mitglieder der „kammersinfonie“ zusammen mit dem Autor und Darsteller Jörg Schade und Dorit Meyer-Gastell von der Pyrmonter Theater Companie auf die Bühne brachten.

„Die zwei Vorstellungen in Mühlacker waren schnell ausverkauft“, freut sich Peter Wallinger, der seit 2004 diese musikalische Kinder-Klassik-Reihe in Bietigheim anbietet. „Es ist wertvoll, Kinder an die klassische Musik heranzuführen“, so der „kammersinfonie“-Leiter, dessen Ensemble-Mitglieder Georg Mayer (Klarinette), Michael Makarov (Violine), Patrick Burkhardt (Violoncello) und Simon Wallinger (Klavier) den musikalischen Rahmen für den Musik-Krimi lieferten. Die Kinder, die nicht stumm in den Reihen sitzen mussten, sondern aktiv mit Bewegungen, Gesang und Beiträgen am Geschehen beteiligt wurden, begegneten in den je 50-minütigen Aufführungen Komponisten wie zum Beispiel Claude Debussy, Ludwig van Beethoven oder Robert Schumann.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Komponist und Musiktüftler Antonio Buffo, dem bei seiner Arbeit mysteriöse Dinge zustoßen. Noten geraten zunächst durcheinander, schließlich verschwindet ein von ihm komponiertes „Kuchenduett“, das er eigentlich schnell abliefern muss. Eine Detektivin wird engagiert, die dem Notendieb zusammen mit dem jungen Publikum auf die Schliche kommen soll. Und die Kinder sind natürlich mit Feuereifer dabei, den Täter zu finden.

„Mir hat die Musik sehr gut gefallen“, sagt der zehnjährige Paul von der Heidenwäldle-Schule, der daheim eher moderne Musik hört. Der gleichaltrigen Annabel wird ihr Auftritt auf der Uhlandbau-Bühne mit der Triangel in Erinnerung bleiben.

Die seltsamen Erlebnisse des Herrn Buffo in der Kelter

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Süddeutsche Kammersinfonie führt mit Pyrmonter Theater Companie Musik-Krimi für Kinder auf – Die süddeutsche Kammersinfonie führt in der Kelter noch bis Mittwoch das Stück „Herr Buffo und der Notendieb“ für Schüler auf – und die sind begeistert. Seit zehn Jahren besteht die Zusammenarbeit zwischen dem Kulturamt der Stadt und der süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim zur Veranstaltung von bunt gemischten Konzerten für Schüler. Aktuell auf dem Programm in der Kelter steht der Musik-Krimi „Herr Buffo und der Notendieb“.

Mitglieder der süddeutschen Kammersinfonie bei der Aufführung „Herr Buffo und der Notendieb“. Foto: Helmut Pangeri

Vier Musiker von der süddeutschen Kammersinfonie gestalteten zusammen mit Jörg Schade und Dorit Meyer-Gastell von der Pyrmonter Theater Companie das Stück, das der Darsteller auch selber schrieb. Während Georg Meyer (Klarinette), Michael Makarov (Violine), Patrick Burkhardt (Violoncello) und Simon Wallinger (Klavier) Teile aus bekannten Kompositionen etwa von Claude Debussy, Ludwig van Beethoven, Albert Lortzing, Antonin Dvorák oder Robert Schumann brillant musizierten, stellte sich Jörg Schade als sehr eifriger Musikerfinder und Notenreparierer Antonio Buffo den Kindern in der voll besetzten Kelter vor. Am Montagvormittag besuchten alle fünften Klassen der Ellental-Gymnasien eine der beiden Vorstellungen. Die Jungen und Mädchen hatten riesigen Spaß daran und machten auch freudig und lautstark mit. Immerhin ging es um merkwürdige Ereignisse im Haus des Herrn Buffo, denn da verschwanden plötzlich Noten, auch die Lackritzen des Cellisten. Die Lage wurde für Herrn Buffo sehr prekär, weil sogar die Noten für eine von ihm gerade fertiggestellte Auftragskomposition, die er als „Kuchenduett“ bezeichnete, des Bäckermeisters Krapfmeyer unauffindbar war. Deshalb entschlossen sich Herr Buffo und die vier Musiker die im Haus wohnende Privatdetektiv Mathilda Clearwater zu engagieren. Diese ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie mit Musik eigentlich nichts anfangen könne, dass sie beim Anhören sogar müde werde und einschlafe. Die Detektivin machte sich dennoch auf die Suche nach einem Täter. Dabei verdächtigte sie auch die Kinder in der Kelter, was auf deren heftigen Protest stieß. Als Mathilda Clearwater dann doch ein von dem Quartett feinstimmig gespieltes Musikstück anhören musste, schlief sie prompt ein. Und nun passierte Unerwartetes, denn es stellte sich heraus, dass die Frau während sie fest schlief aufstand, über die Bühne tappte und alles stibitzte, was ihr in die Finger kam – auch die Noten des „Kuchenduetts“.

Weil ihr diese Missetat aber niemand übel nehmen konnte, war sie sogar bereit, zusammen mit Herrn Buffo und den vier Musikern das „Kuchenduett“ aufzuführen, und die Kinder in der Kelter konnten sich daran kräftig beteiligen. Alle Vorstellungen waren für die kleinen Zuschauer außerordentlich unterhaltsam und wurde von den beiden Darstellern sehr spannend gestaltet. Die vier Musiker spielten nicht nur sehr klangschön auf ihren Instrumenten, sie erwiesen sich auch als versierte Schauspieler.

Rudolf Wesner

Klartext funkelt in jeder Note Wallingers sueddeutsche kammersinfonie stellt ihre Jahres-CD vor

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Seit Jahrzehnten beschenken Maestro Peter Wallinger und die sueddeutsche kammersin-fonie bietigheim die Region mit facettenreichen Konzertprogrammen – beim „Musikalischen Sommer“ in der Lienzinger Frauenkirche und mit der „Concerto“-Reihe im Mühlacker Uhlandbau. Seit 2005 dokumentieren Wallinger und sein Orchester jeweils auf einer Jahres-CD Höhepunkte der Konzertsaison mit live-Aufnahmen. Die CD „live 2013“ ist soeben erschienen und erfreut die Lien-zinger und Mühlacker Konzertbesucher mit musikalischen „Wiederbegegnungen“, andere Klassik-Freunde mit der Qualität einer renommierten Kammersinfonie und herausragenden Solisten.

Diesmal wurden das Programm des Adventskonzertes 2013, das im Uhlandbau zu hören war, sowie die beim „Musikalischen Sommer“ gespielte Serenade für Streichorchester in E-Dur op.22 von Anto-nín Dvorák ausgewählt.

Jubilierende adventliche Festfreude in Antonio Vivaldis C-Dur-Konzert für 2 Trompeten und Streicher (op.46, Nr.1) eröffnet den Live-Mitschnitt. Mit erfrischendem Bläser-Glanz brillieren die beiden jungen Trompeter Eline Beumer und Saleem Khan (aus Reinhold Friedrichs Meisterklasse) und zeigen ihr Können in den virtuos entzündeten, strahlenden Allegro-Ecksätzen. Stimmungsvolle Melancholie bestimmt die von Mezzo-Sopranistin Maria Rebekka Stöhr sehr zart und andächtig gesungene Arie „When I am laid in earth“ aus Henry Purcells Oper „Dido und Äneas“. Dieser me-lancholische Grundton findet eine feierliche Ausgestaltung in Georg Friedrich Händels Instrumen-tal-Ode zum Geburtstag von Queen Anne (1713) mit dem Titel „Eternal source of Light divine“. Das „Alleluja“ aus Exsultate, jubilate“ (KV 165) von Wolfgang Amadeus Mozart – vokal-affekten-reich wiederum von Stöhr ausgeführt – leitet zum festlichen Konzertanlass zurück.

Das Hauptstück der CD, Mozarts Sinfonie Nr.41 in C-Dur (KV 551), auch als „Jupiter-Sinfonie“ bekannt, ist eine interpretatorische Meisterleistung. Zügig und gezügelt gleichermaßen bestreiten Dirigent Wallinger und sein Ensemble ihren Part, Klartext funkelt in jeder Note. Insbesondere fällt die traumhafte Transparenz in den dynamisch ausdifferenzierten vier Sätzen auf: Klassizismus, der weder langweilt noch einschüchtert, sondern mit intensivem Musizieren beglückt. Die Interpretation der populären Dvorák-Serenade zeichnet sich durch die Betonung volkstümlich-tänzerischer Klang-Stimmungen aus. Das Süße und das Bittere der liedhaften Melodielinien halten auf wunderbare Weise Balance. Insgesamt ist die solide Wiedergabe-Qualität der CD auch in technischer Hinsicht zu loben.

Die CD ist für 12€ über E-Mail cd@sueddeutsche-kammersinfonie.de zu beziehen und in den Buchhandlungen Elser (Bahnhofstraße Mühlacker) und Krüger (Klosterhof Maulbronn) erhältlich. Hörbeispiele gibt es auf der Website www.sueddeutsche-kammersinfonie.de

Eckehard Uhlig

„Forte subito“ erklingt mit Bravour Neue Live-CD der Kammersinfonie Bietigheim

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Die neue CD der „sueddeutschen kammersinfonie bietigheim“ bietet den Auftakt zum Jubiläumsjahr 2014, in dem das Orchester sein 30-jähriges Bestehen feiert. Alles rankt sich um Mozart.

Bietigheim-Bissingen. Mit Werken aus der Saison 2013 wird die Dokumentationsreihe „Kammersinfonie live“ bereits in der elften Folge fortgesetzt. Unter der Leitung von Peter Wallinger, Schüler des rumänischen Dirigenten Sergiu Celibidache, rückt das Orchester für die CD – wieder einmal – die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt. Zum Jubiläumsjahr 2014 kann es folgerichtig dann auch nur die „Jupiter-Sinfonie“ sein, jener musikalische Kontrapunkt zur barocken Schule. Sie wird als eines der gelungensten Stücke der Sinfonik angesehen und als „höchster Triumph der Instrumentalkomposition“ gefeiert. Die Kammersinfonie Bietigheim spielt die vier Sätze der Sinfonie in einer eigenen klassischen Sprache und mit beeindruckender Leichtigkeit. Alles glänzt und ist musikalischer Ausdruck für Optimismus.

Der österreichische Dirigent und Musikwissenschaftler Kurt Pahlen schrieb über das Finale: „Hier kann uns Mozart selbst als Gott erscheinen, der nach freiem Willen Sternbilder in der Unendlichkeit des Weltraums schafft. Die Großartigkeit entgeht keinem Hörer; aber sein volles Verständnis erschließt sich nur den Eingeweihten.“ Hörbar wird dies beim zweiten Satz. „Andante cantabile“ überzeugt durch inniges Spiel, eine expressive Harmonik und den Wechsel zwischen Streichern und starken Holzbläsern. Das „ forte subito“, die Veränderung der Dynamik und Lautstärke, der Wechsel zwischen dem vollen Orchesterklang und den „piano“ gespielten Passagen, beherrscht das Ensemble mit Bravour.

Freilich darf man die neue CD nicht auf Mozart reduzieren, wenngleich noch ein Blick auf die lateinische Solo-Motette „Exsultate, jubilate“ gerichtet werden muss. Das Allegro mit der Mezzosopranistin Maria Rebekka Stöhr berührt tief: „Jauchzet, jubelt, o ihr glücklichen Seelen, singt süße Lieder“.

Eingebettet ist dies alles in Antonio Vivaldis Trompetenkonzert C-Dur op. 46 , dessen berührendes Largo den musikalischen Himmel viel zu kurz öffnet, sowie Antonín Dvoraks Serenade in E-Dur, op. 22 für Streichorchester… Voll brillanter Schönheit ragt das Larghetto hervor. Dieser Satz hat zum Auftakt einen zerbrechlichen Charme, eine spätromantische Harmonie, die über Moll dem funkelnden Höhepunkt in Dur entgegenfiebert. Ein musikalischer Leuchtturm am Ende der CD. Diese kostet zwölf Euro und kann im Internet bestellt werden.

Jörg Palitzsch

Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim legt neue CD vor – Live-Mitschnitte aus Lienzingen und Bietigheim-Bissingen

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Ein simpler, absteigend gebrochener C-Dur-Dreiklang steht am Beginn des Vivaldi-Konzerts für zwei Trompeten, das dem Hörer der neuen CD der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim zuerst begegnet. So festlich, schwebend, gelöst, wie das eröffnende Motiv interpretiert wird, so souverän präsentieren sich Solisten und Orchestermitglieder unter der Leitung von Peter Wallinger auch in den weiteren Stücken, die als Konzertmitschnitte festgehalten wurden. Dokumentiert sind auf der neuen CD „Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim live 2013“ Ausschnitte aus dem Adventskonzert, das am 8. Dezember im Kronenzentrum Bietigheim-Bissingen stattfand, und aus dem Konzert vom 7. Juli, das die Fans der Reihe „Musikalischer Sommer“ in der Lienzinger Frauenkirche erfreute.

Festlichen Charakter trägt neben dem berühmten Trompetenkonzert, in dem sich Eline Beumer und Saleem Khan als virtuose, auch in der hohen Lage nicht forcierende Solisten profilieren, auch Georg Friedrich Händels Ode für Queen Anne „Eternal source of light divine“. Als stilsichere Begleiter bereiten die Mitglieder der Süddeutschen Kammersinfonie in Henry Purcells berührender Arie „When I am laid in earth“ aus der Oper „Dido und Äneas“ der Mezzosopranistin Maria Rebekka Stöhr den wohltönenden Boden, auf dem sie ihre warme Stimme klagend und tragend ausbreitet. Dass sie auch Koloraturen makellos gestalten kann, beweist die Sängerin in Wolfgang Amadeus Mozarts „Alleluja“ aus „Exsultate, jubilate“.

Der viel gespielten „Jupiter-Sinfonie“ des Meisters neue Seiten abzugewinnen, stellt eine Herausforderung dar. Peter Wallinger setzt in seiner Interpretation auf feine dynamische Abstufungen, präzisen Rhythmus und reizvolle Kontraste zwischen energiegeladenen und entspannt-lyrischen Passagen. Warm, fließend, selbstverständlich in den Übergängen und sauber intoniert erklingt Antonin Dvoráks Serenade E-Dur für Streichorchester, deren Finale den Reigen der ausgewählten Stücke furios beschließt.

Das Erscheinen der elften CD der Dokumentationsreihe „Kammersinfonie live“ bildet den Auftakt zum Jubiläumsjahr „30 Jahre Kammersinfonie“. Der Tonträger ist erhältlich bei Buch-Elser an der Bahnhofstraße und per E-Mail an die Adresse cd@sueddeutsche-kammersinfonie.de.

Carolin Becker

Nordische Klassik in Musik und Text

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Mit dem vielschichtigen Programm „Nordische Impressionen“ hat die sueddeutsche kammersinfonie bietigheim unter Leitung ihres Gründers Peter Wallinger die Besucher des Neujahrskonzerts im voll besetzten Uhlandbau in den Norden Europas, nach Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark, entführt.

Abwechslungsreich: Zur Musik der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim rezitieren Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth aus dem finnischen Volksepos „Kalevala“. Foto: Fotomoment

Der besondere Reiz des Programms lag in dessen Erweiterung durch die Sprache. Aus dem finnischen Volksepos „Kalevala“ rezitierten Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth etliche Verse, sogenannte Runen.

Rhythmisch akzentuiert und tänzerisch bewegt erklangen zu Beginn des Konzerts „Kuhreigen und Bauerntanz“ aus Opus 63 von Edward Grieg. Diese heiteren, folkloristisch wirkenden Stücke gaben der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim erste beeindruckende Gelegenheiten, mit gewohnt klarem, dichtem und warmem Streicherklang zu erfreuen. Auch drei Sätze aus einer Serenade nach schwedischen Volksweisen von Max Bruch musizierte das Orchester beschwingt und in sehr fein nuancierter Ausführung.

Der finnische Komponist Pehr Henrik Nordgren lebte von 1944 bis 2008. Peter Wallinger hatte ihn noch selbst kennengelernt und deshalb in der Vergangenheit immer wieder einzelne Stücke des Künstlers aufgeführt. Aus seiner im Jahr 1976 entstandenen Suite „Pelimannimuotokuvia“, Opus 26, waren zwei lebhafte und regelrecht fröhlich wirkende Sätze zu hören.

Auch die bekannte „Sentimental Saraband“ aus der „Simple Symphonie“ von Benjamin Britten wurde zu einem musikalischen Glanzstück. Mit großer Einfühlsamkeit und Sensibilität interpretierte die Konzertmeisterin der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim, Sachiko Kobayashi, auf der Violine den Solopart von Sibelius‘ Humoreske op.89b.

Den burlesken „Bauerntanz“ von Edward Grieg spielte das Orchester am Ende des Programms noch einmal in schnellem Tempo. Danach folgte noch eine Zugabe als Dank für den anhaltenden, freudigen Schlussapplaus im Uhlandsaal.

Hervorzuheben ist nicht zuletzt die Rezitation aus dem finnischen Epos „Kavelava“ durch die beiden fabelhaften Sprecher Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth. Mit einem vom Versrhythmus bestimmten, angemessenen Pathos und in überaus klarer Artikulation trugen sie die ausgewählten Runen vor. Darin wurde von den Abenteuern dreier Helden aus Kalevala-Land im Süden Finnlands berichtet, die sie bei ihrer Werbung um die schöne Nordlandjungfrau erleben. Außerdem spielt ein magisches Gefäß mit der Bezeichnung „Sampo“ eine wesentliche Rolle, um das es einen wilden Kampf gibt, bei dem es zerbricht. Doch seine geretteten Scherben bringen den Helden schließlich Glück.

Der Inhalt dieses Epos ist außerordentlich spannend und wirkte in der deutschen Übersetzung sehr authentisch und ursprünglich, wozu die Vortragskunst der beiden Sprecher wesentlich beitrug.

Rudolf Wesner

Genussreich ins neue Jahr

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Die Kammersinfonie hat das Neujahrskonzert in der Gemeinde gestaltet. Zu einer geschätzten und lieb gewonnen Tradition haben sich die vom Kulturprisma alljährlich zum Jahresbeginn veranstalteten Konzerte entwickelt, die inzwischen immer mehr Besucher aus der Umgebung anlockt.

Während sich viele Musikfreunde jährlich auf die aus Wien im Fernsehen am Neujahrstag übertragenen Polka- und Walzerrunden mit dem Radetzkymarsch zum Abschluss freu en, dürfen die Neujahrskonzert-Besucher in Murr stets Überraschendes und Neues erwarten: In diesem Jahr – beim 20. Konzert mit der Süddeutschen Kammersinfonie – hat der Dirigent Peter Wallinger einmal mehr mit seinem En- semble junger Musiker diesen Erwartungsanspruch erfüllt und mit seinen „Nordischen Impressionen“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie Sprache, in Verse gesetzt, zu Musik werden kann.

Von den 50 Runen (Gesänge mit insgesamt fast 23 000 Versen) aus dem finnischen Nationalepos „Kalevala“ hat Peter Wallinger einige Runen ausgewählt, die von Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth rezitiert wurden – und das so gekonnt, dass das gesprochene Wort und die vom Orchester gespielte Musik zu einer großartigen Einheit verschmolzen. Kalevala-Runen und die ausgewählten Stücke von Edvard Grieg, Max Bruch, Pehr Henrik Nordgren, Carl Nielsen, Jean Sibelius und Benjamin Britten ergänzten sich zu musikalischer Erzählkunst vom Feinsten, die ins dämmerdunkle Nordland führten, wo „alle Lauscher“ in Zauberschlaf fielen. Nicht so die Konzertbesucher im Murrer Bürgersaal, die sich vom Bauerntanz (Grieg), schwedischen Volksmelodien (Bruch), dem „Saitenzupfer“ (Nordgren), der „Humoreske“ (Sibelius) oder der „Simplen Symphonie“ (Britten) großartig unterhalten fühlten.

Sprachlich wunderschöne Rezitationen des Sprachgestalter-Duos auf der einen, filigran durchsichtig, elegant, ebenso engagiertwie brillant musizierend die Kammersinfonie auf der anderen Seite servierten der vom Publikum im voll besetzten Saal mit starkem Beifall aufgenommen wurde. Die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim zeichnet sich auch im 25. Jahr ihres Bestehens als ein faszinierend frischer Klangkörper aus, erfreute die Zuhörer durch ihr vitales klangdifferenziertes Spiel. Die Konzertmeisterin Sachiko Kobayashi (Violine) gefiel auch mit ihrem fantastischen Soloeinsatz.

Kulturamtsleiter und Kulturprismagründer Matthias Bader erinnerte bei den Grußworten zum 20. Neujahrskonzert an das Motto „Wir probieren’s mal“, das beim ersten Konzert vor zwei Jahrzehnten Pate stand und dankte dem Dirigenten Peter Wallinger, der mit tollen Programmen zur erfolgreichen Entwicklung der Neujahrskonzerte beigetragen habe sowie den treuen Besuchern.

Helmut Schwarz

Neujahrskonzert der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim

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Mit dem vielschichtigen Programm „Nordische Impressionen“ entführte die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim die Besucher in der voll besetzten Kelter am Sonntagnachmittag in den hohen Norden – nach Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark.

Foto: Helmut Pangerl Seit 30 Jahren dirigiert Peter Wallinger die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim.

Der besondere Reiz dieses Konzerts der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim lag in der Erweiterung der Musik durch die Sprache. Aus dem im 19. Jahrhundert zusammengetragenen, aus insgesamt 22 795 Versen, die als Runen bezeichnet werden, bestehenden finnischen Volksepos „Kalevala“ rezitierten Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth etliche Passagen.

Rhythmisch akzentuiert und tänzerisch bewegt erklangen zu Beginn „Kuhreigen und Bauerntanz“ aus Opus 63 von Edward Grieg. Diese heiteren, folkloristisch wirkenden Stücke gaben der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim erste beeindruckende Gelegenheiten, mit gewohnt klarem, dichtem und warmem Streicherklang zu erfreuen. Auch drei Sätze aus einer Serenade nach schwedischen Volksweisen von Max Bruch musizierte das Orchester beschwingt und in sehr fein nuancierter Ausführung. Der finnische Komponist Pehr Henrik Nordgren lebte von 1944 bis 2008. Der Leiter der Bietigheimer Kammersinfonie, Peter Wallinger, hatte ihn noch selbst kennengelernt und führte schon in der Vergangenheit Stücke von ihm auf. Aus der im Jahr 1976 entstandenen Suite „Pelimannimuotokuvia“, Opus 26, waren zwei lebhafte und regelrecht fröhlich wirkende Sätze zu hören. Die bekannte „Sentimental Saraband“ aus der „Simple Symphonie“ von Benjamin Britten wurde zu einem weiteren musikalischen Glanzstück. Mit großer Einfühlsamkeit und Sensibilität interpretierte die Konzertmeisterin der Süddeutschen Kammersinfonie, Sachiko Kobayashi, auf der Violine den Solopart der Humoreske op. 89b von Jean Sibelius.

Um nachdrücklich zu unterstreichen, dass das Konzert „Nordische Impressionen“ gute Laune bei den Besuchern auszulösen vermochte, wiederholten Peter Wallinger und seine ambitionierten Musikerinnen und Musiker noch einmal den burlesken „Bauerntanz“ von Edward Grieg am Ende des Programms. Danach folgten noch zwei Zugaben als Dank für den anhaltenden Schlussapplaus.

Dazwischen ergriff die Vorsitzende des Fördervereins der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim, Nicole Raichle, das Wort. In einer kurzen, launigen Rede gab sie einen Rückblick auf die mittlerweile 30-jährige Geschichte des Orchesters und dankte Peter Wallinger für dessen unermüdliches Engagement, mit dem es ihm gelang, seinem Klangkörper weitreichende Anerkennung für dessen hohes künstlerisches Niveau zu erzielen. Auch im neuen Jahr, so versicherte Nicole Raichle, stehen etliche interessante Projekte vor ihrer Verwirklichung.

Hervorzuheben ist nicht zuletzt die Rezitation aus dem finnischen Epos „Kalevala“ durch die beiden fabelhaften Sprecher Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth. Mit einem vom Versrhythmus bestimmten, angemessenen Pathos und in überaus klarer Artikulation trugen sie die ausgewählten Runen hervor. Darin wurde von den Abenteuern dreier Helden aus dem Kalevala-Land im Süden Finnlands berichtet, die sie bei ihrer Werbung um die schöne Nordlandjungfrau erlebten. Außerdem spielt ein zauberisches Gefäß mit der Bezeichnung Sampo eine wesentliche Rolle, um das es einen wilden Kampf gibt, bei dem es zerbrach. Doch seine Scherben bringen den Helden schließlich Glück. Der Inhalt dieses Epos wirkte in der deutschen Übersetzung authentisch und ursprünglich.

Rudolf Wesner